Tina on Tour

 
10August
2018

Tourstop 5 - Koh Rong Samloem

Die Fähre sollte uns also um 11:30 ablegen. Das Ziel: unser vorletzter Stop, das Hostel auf der Insel Koh Rong Samloem. Natürlich hat es in dem Moment angefangen aus Kübeln zu regnen als wir am Pier auf das Boot gewartet haben. Und stürmische Tendenzen waren ebenfalls zur erkenn. Als die Fähre dann endlich da war, hat sie schon geschaukelt bevor überhaupt jemand an Bord war. Dann hat eins unserer Gruppenmitglieder leider eine ausgewachsene Panikattacke bekommen. Über unsere Versuche, sie dennoch auf das Schiff zu bekommen, ist genau das dann ohne uns losgefahren, weil sie den Start nicht länger herauszögern konnten. Also haben wir knapp drei Stunden auf die nächste Fähre gewartet... Und dann sind nur 4 von uns (plus Tourleader) gefahren und die, die nicht wollte ist nach Kampot zurückgefahren und hat dort zwei weitere Nächte verbracht.
Aber nur weil wir es endlich auf das Schiff geschafft hatten, hieß das noch lange nicht, dass damit alles geritzt war. Es war noch stürmischer als am Vormittag und die Tatsache, dass für ein paar Minuten eine Antriebsschraube ausfiel und wir auf dem Meer rumgeschubst wurden, machte es nicht besser 😳 Obwohl ich kein empfindlicher Mensch auf dieser Ebene bin, war mir nach dieser zweieinhalb-Stunden-Fahrt (statt angesagten 50 Minuten) schon ordentlich schlecht...
Irgendwie haben wir es dann doch zumindest schon mal auf die richtige Insel geschafft. Aber immer noch nicht in die richtige Bucht. Also mussten noch auf ein anderes Boot und (ihr könnt es euch denken!) wir haben noch nichtmal ablegen können, weil der Motor nicht ansprang. Da saßen wir dann mit ein paar Leidensgenossen, die auch zum gleichen Hostel wollten, alle nicht wirklich trocken. Aber die Stimmung war gut und unsere Gruppe hat sich ein bisschen voneinander gelöst und mit den anderen socialised bis dann endlich mal ein Boot kam. Um etwa 19 Uhr waren wir dann endlich mal da statt um (anfangs kalkuliert) 13 Uhr...
Von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen waren wir dann in diesem Hostel auf der Insel, konnten auch hier wegen des Wetters keinen Schnorchelausflug machen. Dafür wurde aber mit den neuen Bekanntschaften fleißig gequatscht, Karten und Stadt-Land-Fluss gespielt und auch schwimmen gegangen. Abends war natürlich ein bisschen feiern angesagt, aber was soll man auch sonst machen 😉 Als es dann abends stockdunkel und schon etwas später war, konnte man mit den Füßen durchs Meer waren und tatsächlich fluoreszierendes Plankton sehen!! 😍
Alles in allem war für mich die Zeit auf Koh Rong Samloem wunderbar, das Hostel hat genau in diese Dschungel-Umgebung gepasst und obwohl es natürlich am Donnerstagmorgen bei unserer Abreise wieder gegossen hat, war die See vormittags doch viel ruhiger und die Fährfahrt sehr viel angenehmer 👍🏼
Nach dem Erreichen der Küste sind wir wieder Richtung Norden gefahren um unseren letzten gemeinsamen Abend in Phnom Penh zu verbringen und dort sind wir auch wieder auf unser letztes Gruppenmitglied gestoßen 😊

(Fortsetzung folgt)

10August
2018

Tourstop 4 - Sihanoukville

Tja... Sihanoukville hat es uns absolut nicht leicht gemacht. Das Wetter war ziemlich bescheiden. Schon in Kampot hatten wir Dank der Regenzeit ja doch so einige kräftige Schauer, aber je näher wir der Küste dann kamen, desto schlimmer wurde es. So kam es, dass wir am Ankunftstag (Sonntag) nach dem Mittagessen frisch und fröhlich den Strand erkunden wollten 😎 Kaum waren wir eine Dreiviertelstunde da, sah man vom Meer her schon sehr dunkle Wolken am sowieso bedeckten Himmel aufziehen. Wir haben uns alle Mühe gegeben, flott zu unserer Unterkunft zurückzukommen, wie man sich an dieser Stelle allerdings denken kann, ohne Erfolg. Es wurde auf einmal ziemlich frisch, windig und dann: Zack! Platzregen ☔️ Und so ging das eigentlich die ganze Zeit... Abends sind wir in einem Strandrestaurant gewesen, was wirklich sehr schön war und obwohl es währenddessen auch geschüttet hat, konnten wir den ganzen Rückweg (hin ging's mit dem Tuk-Tuk) trockenen Fußes zurücklegen 👍🏼

Der Strand vor dem Platzregen ;-)
Der nächste Tag war dann absolut nicht wie geplant. Eigentlich wären wir gegen 9 Uhr zu einer Schnorcheltour aufgebrochen, aber es war viel zu stürmisch und die Gruppe hat sich kollektiv dagegen entschieden. Also haben wir einen Schlaf-Lese-Vormittag in den Zimmern eingelegt. Um 11:30 ging's dann nach Sihanoukville rein, um zu frühstücken. So weit, so gut. Das Alternativprogramm des Tages wäre eigentlich ein Kinobesuch gewesen, aber das Kino hatte aus unerfindlichen Gründen zu gemacht... Im Endeffekt hatten wir dann eine Thai Massage 💆🏻 Interessantes Erlebnis, von dem ich noch nicht sagen kann, ob es angenehm oder schmerzhaft war 🤔😄Nach einem kurzen Marktbesuch war auch dieser Nachmittag eher auf ruhige Einzel-Indoor-Aktivitäten ausgelegt und der Abend war sehr unspektakulär.
Am nächsten Morgen sollten wir zu unserem nächsten Stop reisen, der Insel Koh Rong Samloem. Treffen um 10 Uhr, Fähre um 11:30. Aber weil nicht immer alles glatt laufen kann, kam es natürlich anders als gedacht....

(Fortsetzung folgt)

06August
2018

Tourstop 3 - Kampot

Von Phnom Penh aus sind wir am Freitagmorgen in die Kleinstadt Kampot gefahren, also weiter in den Südosten. Kampot liegt, wie schön Phnom Penh, an einem Fluss und ist an sich sehr viel ruhiger. Nicht, dass ich das blöd finden würde... 😉 Nach einer kleinen Erfrischungs- und Verschnaufpause haben wir die Badeklamotten angezogen und sind mit Tuk-Tuks aus der Stadt raus gefahren zum Arcadia Water Park, in dem wir den gesamten Nachmittag verbracht haben. In Hängematten entspannen, in Reifen auf dem Fluss (im gesicherten Bereich) rumpaddeln oder einfach schwimmen 🏊🏻 Als kleiner Geheimtipp: man kann da auch übernachten :-)


Zum Abendessen ging es zurück in die Stadt und zu einem Laden namens "Burgershack", den ein paar Briten in Kampot eröffnet haben! Exzellentes Essen, nach dem es auch dann auch ziemlich direkt ins Bett ging 😴
Am nächsten Tag (Samstag) war ein freier und entspannter Vormittag geplant, an dem jeder das gemacht hat, was für ihn nötig war. Snacks kaufen, Lesen, Schlafen... Bevor es dann nachmittags auf eine "Booze Cruise" ging, also auf ein Boot. Da es eine Veranstaltung des Hostels war, war nicht nur unsere Gruppe am Start sondern auch 3 Engländerinnen und ein Mitarbeiter des Hostels. Mit Bier, Snacks und Musik ausgestattet sind wir losgetuckert, haben gequatscht, zwischendurch eine Ankerpause gemacht, in der wir in den Fluss springen konnten und nochmals an einem kleinen Strand. Gut gelaunt kamen wir am frühen Abend im Hostel an und hatten nochmal Zeit zum Relaxen 😎 Beim Abendessen hätten wir dann Gesellschaft von bekannten Gesichtern aus Phnom Penh 😊
Und das war es auch schon wieder in Kampot! Leider meint es seit der Hauptstadt der Wettergott immer schlechter mit uns und die Regenzeit zeigt sich in ihrer ganzen Pracht 🤦🏻‍♀️☔️
Am Samstagvormittag sind wir dann aufgebrochen, weiter Richtung Küste, in den Ort Sihanoukville.

(Fortsetzung folgt)

04August
2018

Tourstop 2 - Phnom Penh

Die Fahrt von Siem Reap nach Phnom Penh hat ca. 5 Stunden gedauert. Und was macht man, wenn man seit 4 Uhr auf den Beinen ist? Richtig! Schlafen. Das wurde von so ziemlich allen zelebriert, von manchen mehr und anderen weniger 😉Einen Großteil der Zeit habe ich mit Musik hören und rausgucken verbracht. Und was man da nicht alles sieht! Reisfelder, Kuhherden (nicht selten auch auf der Straße...), Palmen, kleine Straßenstände....
Als wir dann in Phnom Penh ankamen, war es schon 18:30. Also gab es eine Erfrischungspause und dann ging es auf Essenssuche. Es war wie immer seeeeehr lecker 😋 Aufgrund der allgemeinen Müdigkeit haben wir uns die Rooftop Bar des Hostels nur kurz angeschaut und sind dann ins Bett gefallen 😴
Donnerstagmorgen stand dann kambodschanische Geschichte auf dem Plan. Um 9 Uhr haben wir uns aufgemacht zum Toul Sleng Genozid Museum. Kambodscha hat in nicht allzu grauer Vorzeit (grade so 40 Jahre) eine furchtbare Ära erlebt. Kurzfassung: eine kommunistische kambodschanische Organisation (die roten Khmer) haben die Herrschaft übernommen und wollten aus diesem Land einen Bauernstaat machen. Die meisten Intellektuellen wurden in sogenannten Sicherheitszentren (Toul Sleng heißt auch S21) gefangen gehalten und gefoltert.
Das Ganze war erschreckend, bewegend und hat einen sehr nachdenklich gemacht...
Im Anschluss sind wir aus der Stadt raus zur Gedenkstätte Choeung Ek gefahren, auch bekannt als Killing Fields. Und der Name sagt schon alles... Hier wurden die Gefangenen vom S21 umgebracht und in Massengräber geworfen, ebenfalls ein Ort, der Trauer, Erschütterung und der Mahnung.
Auch hier haben wir einige Stunden verbracht und sind danach ins Hostel zurückgekehrt.

  Monument an den Killing Fields

Nach einer längeren Erfrischungspause haben wir uns um ca. 18:00 aufgemacht, um den königlichen Palast und den Night Market anzuschauen. Danach gab's Abendessen und wir haben eine andere Gruppe unserer Organisation getroffen, deren Guide der Bruder unseres Guides war. Sie hatten ihren letzten Abend in Phnom Penh und wir sollten sie später wieder sehen. Es ging in die Bar unseres Hostel, wo wir uns mit anderen Reisenden unterhalten haben und wo es natürlich auch einen Drink gab 🍹Dann haben wir (auch mit der anderen Gruppe) noch einen kleinen Pub Crawl, also ein jeweils kurzer Besuch von mehreren Bars gemacht. Es ging noch zu einer Bar und dann in einem Club. So zog sich der Abend natürlich etwas 😉Doch da am nächsten Morgen nur die Reise zum nächsten Ort auf dem Plan stand, war das auch okay.

(Fortsetzung folgt)

 

03August
2018

Kambodscha: Tourstop 1 - Siem Reap

Hallo zusammen! Wie schon erwähnt, befinde ich mich grade auf einer Rundreise durch Kambodscha 🇰🇭 Da wir immer genau zwei Nächte an einem Ort sind bzw. sein werden, schreibe ich auch für jede Station einen neuen Artikel. Hier also der Bericht von den ersten Tagen in Siem Reap:

Los ging es am Sonntagmorgen. Meine Eltern waren so lieb und haben mich zum Flughafen nach Frankfurt gebracht, wo um 15 Uhr mein Flieger gestartet ist 🛫 Der Flug ging 10 Stunden lang über Nacht und landete um knapp 6 Uhr Ortszeit im thailändischen Bankok. Kurz darauf ging aus auch schon mit der zweiten Maschine 45 Minuten nach Siem Reap, Kambodschas zweitgrößter Stadt im Nordwesten. Dort angekommen wurde ich mit einen Tuk-Tuk abgeholt und zum Guesthouse gebracht. Abends sind zum ersten Mal alle zusammengekommen, um gemeinsam in der Stadt zu essen und gleich mal die ersten Bars auszuchecken. Aufgrund des langen Fluges (bei dem ich wie immer so gut wie nicht geschlafen habe) war der Abend für mich eher kurz. 🛏
Kleiner Exkurs in die Gruppenkonstellation: wir sind insgesamt 5 Mädels, drei aus England, 2 aus Deutschland. Wir sind unterwegs mit unserem einheimischen Guide, der selbst schon viele Touren als Betreuer begleitet hat, aber bisher nur ein- oder zweimal als Gruppenleiter im Einsatz war.
Weiter geht's mit dem nächsten Tag, also Dienstag. Wir haben vormittags einen Khmer (also traditionell kambodschanischen) Kochkurs mitgemacht, bei dem uns 4 verschiedene Gerichte (Salat, Suppe, Hauptspeise und Nachtisch) beigebracht wurden. Also haben wir alle fleißig geschnibbelt, zugehört und durften unser Ergebnis am Ende natürlich auch verspeisen 😋 Bevor es jedoch aktiv ans Werk ging, sind wir mit dem Koch durch den Markt von Siem Reap gelaufen, um alle Zutaten zusammenzusuchen. Und da hat man wieder allerhand sehen können: von Obst und Gemüse bis hin zu Schweineköpfen und Fisch (lebend, live in der Verarbeitung befindend oder tot) war alles dabei.


Nach diesem Programmpunkt sind wir am späteren Nachmittag mit Tuk-Tuks ein Stück aus der Stadt gefahren, um ein bisschen zwischen Reis- und Lotusfeldern zu spazieren zu gehen und dann auch etwas zu essen. Es war extra ein kleines Barbecue und frisches Obst organisiert worden! Dann haben wir noch einen wunderbaren (und für Europäer sehr frühen) Sonnenuntergang sehen können, sind wieder in die Stadt gefahren und nach einem kleinen Schlenderumweg über den Night Market von Siem Reap ziemlich zeitig im Bett gewesen. Kein Wunder, bei dem Programm des nächsten Tages!


Mittwochmorgen ging der Wecker um 3:45. Unsere Mission: den Sonnenaufgang an der weltberühmten Tempelanlage von Angkor zu sehen. Also ging es im Stockdunkeln um viertel nach vier los, erst mit den Tuk-Tuks zum Ticketgebäude und dann zu Anlage selbst. Wir haben uns einen netten Platz ausgesucht und da dann gequatscht, ein paar Cracker geknabbert und auf den Sonnenaufgang am Tempel Angkor Wat gewartet. Man konnte zwar schon ein Lichtschauspiel sehen, aber es war leider etwas bewölkt. Das hat die magische Stimmung allerdings nicht wirklich getrübt! 😍
Und danach ging es erst richtig los! Der Sonnenaufgang war kurz vor sechs und darauf folgte eine ausgiebige Erkundung des großen Tempels inklusive seeehr vielen Gruppenfotos, informativen Geschichten rund um das alte Khmer-Königreich und sogar eine Segnung durch einen buddhistischen Mönch! Dann gab es zur Stärkung erst einmal ein Frühstück, was dringend nötig war... Frisch gestärkt haben wir in den nächsten Stunden noch zwei weitere Tempel besucht, die nicht weniger bekannt sind und auch noch zu den riesigen Komplex gehören: der Bayon-Tempel mit seinen unzähligen Türmen, die jeweils auf allen vier Seiten sehr große Steingesichter besitzen. Und last but not least der Tempel Ta Phrom, auch bekannt als Drehort vom Film Tomb Raider mit Angelina Jolie (wobei ich gestehen muss, dass ich den noch nicht gesehen habe) 📽

Bayon-Tempel :-) Ta Phrom Gruppenfoto!
Nach diesem langen und ehrfürchtigen Ausflug ging es zum Packen zurück ins Guesthouse und am frühen Nachmittag sind wir im Minibus in die Hauptstadt von Kambodscha, nach Phnom Penh gefahren.

So weit für den ersten Stop der Tour! (Fortsetzung folgt)

 

27Juli
2018

Flensburg - nördlicher ist Dänemark

So lange habe ich hier schon nichts mehr geschrieben und das, obwohl die letzten zweieinhalb Monate alles andere als langweilig waren und meine Praktikumszeit in Flensburg seit letzter Woche vorbei ist...


Nach ca. drei Wochen durfte ich mit den Kinder- und Jugendchören auf die Pfingstfreizeit fahren. Die Kantorei, in der ich während meiner Zeit hier oben mitsingen durfte, konnte den NDR-Radiogottesdienst und vor ein paar Wochen noch einen normalen Gottesdienst mitgestalten. Ich hatte die Ehre, den Kantoren-Job an einem Sonntag zu übernehmen. Und es hat doch tatsächlich Besuch hier hoch verschlagen. An den einigen Wochenenden war ich auf Achse: beim Praktikumstreffen mit meinem Semester, bei Konzertwochenenden von Consono in Berlin, Siegen und Köln und die Familienfeier durfte natürlich auch nicht fehlen! :-)

Bekanntermaßen bin ich ein Fan von Listen. Deswegen kommt hier eine Reihe von Dingen, die ich mit Flensburg verbinde (auch, wenn einige der Sachen sehr subjektiv sind oder in manch anderen norddeutschen Städten auch vorhanden sind):

  • Die St. Nikolai-Kirche: praktisch mein zweiter Arbeitsplatz mit einem ganz tollen und herzlichen Umfeld. Schaut euch die Kirche auch mal an und macht vielleicht sogar eine Orgelführung mit, das ist sehr beeindruckend!
  • Abende an der Hafenspitze: besonders bei guten Sommerwetter ist es dort mit einem Flens sehr gut auszuhalten :-)
  • Möwen: fast häufiger zu sichten als Tauben und noch sehr viel lauter...
  • Fischbrötchen: habe ich hier zum ersten Mal probiert. Die besten gibt's übrigens in der Bude am Museumshafen ;-)
  • Helikopter: da ich im direkten Dunstkreis der Diako gewohnt habe und somit auch am Helikopter-Landeplatz, war das irgendwann eine (manchmal nervige und immer laute) Geräuschkulisse, die einfach dazu gehlört hat
  • SG Fensburg-Handewitt: Der örtliche Handballverein hat es doch dieses Jahr tatsächlich zum Deutschen Meistern gebracht!!!
  • die Nähe zu Dänemark: ich war jeweils einmal in Sønderburg, Fynshav (Strand) und auf Rømø (Strand)
  • Hafenambiente: Egal, ob bei der Rumregatta, dem Hafenfest Ahøj oder an einem ganz normalen Wochentag.... Der Hafen ist immer ein schöner Ort, auch am Abend zum entspannen. Wenn man Glück hat, liegen auch schöne alte Segelschoner da!
  • Moin: Für mich als "Süddeutsche" ist das am Anfang etwas ungewohnt gewesen, dass ein Moin zu jeder Tages- und Nachtzeit gilt, aber mittlerweile mache ich das auch :-)
  • Helogländer: Gibt es nur in einer bestimmten Kneipe und man muss den auch nicht mehr als einmal getrunken haben :-D
  • Die Alexandra: Ein alter Salondampfer und inoffizielles Wahrzeichen von Flensburg. Das Tuten hört man durch das gnaze Stadtgebiet!

So weit, so gut! Ich bin seit Dienstag wieder zuhause und muss sagen, dass ich die Fördestadt jetzt schon vermisse... Aber dazu blieb mir bisher kaum Zeit. Ich habe heute meinen Praktikumsbericht fertiggestellt und der geht morgen endlich in die Post.

Und dann heißt es morgen auch schon wieder Rucksack packen!! Am Sonntagmorgen mache ich mich nämlich auf den Weg zum Frankfurter Flughafen und dann geht es für mich nach Kambodscha bis zum 10. August :-) Ich fliege mit einem Umstieg in Bankok nach Siem Reap und mache dann, wie schon erwähnt, eine Rucksacktour. Die Aufregung steigt mittlerweile stündlich und ich bin sehr gespannt, wie es da so ist. Immerhin ist es mein erstes Mal in (Südost)Asien! Wer noch ein paar Insider-Tipps hat, darf sich gerne bei mir oder in einem Kommentar melden! :-)

 

 

 

07Mai
2018

St. Peter-Ording - Praktikumstreffen XS

Hallöchen zusammen!

Wie vielleicht manchen bekannt ist, befinde ich mich seit Februar im Praktikumssemester meiner Ausbildung zur Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Bisher habe ich 6 Wochen in einem Kindergarten und 3 Wochen in einer Musikschule verbracht. Dazwischen lag der Jakobsweg  ;-)

Und nun hat es mich für die letzten 12 Wochen der Praktkumszeit in eine Praxis im hohen Norden verschlagen, genauer gesagt nach Flensburg. Also nördlicher geht es wirklich fast nicht mehr, zumindest innerhalb Deutschlands. Meine erste Woche ist nun fast um (letzten Mittwoch bin ich hochgedüst) und ich kann mich nicht beklagen! Zu Flensburg selbst werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben.

Jetzt soll es sich aber erstmal um den gestrigen Spontan-Ausflug nach St. Peter-Ording (SPO) drehen. Da lag ich doch gestern auf dem Sofa und bekomme eine Nachricht von zwei meiner wunderbaren Semesterkolleginnen und Freundinnen: Sie wären auf dem Weg nach SPO, wo sie ihr 5-wöchiges Praktikum in einer Reha-Klinik starten wollten. Und ihnen wäre die Schnapsidee gekommen, mich zu besuchen, natürlich mit einem wenig ernsten Zwinkersmiley. Aber da dachte ich mir, dass doch ein kleiner Besuch da drüben ganz cool wäre, vor allem im Gegensatz zum alleine schimmeln. Ab ins Auto und los: Anderthalb Stunden später war ich dann da.

Die Freude war sehr groß und natürlich wurde viel erzählt wink Dann haben wir uns irgendwann aufgemacht in den kleinen Ortsteil, eine Eisdiele wurde gefunden und ein Spaghetti-Eis genossen! Um kurz vor fünf sind wir dann Richtung Meer gelaufen und bei diesem Kaiserwetter war das natürlich unfassbar schön!

Wir haben das Wasser mit den Füßen angetestet und waren noch auf den Schaukeln smile Hier ein paar Impressionen:

Weit und breit nur Strand! Fundstücke :-) Classic ;-) Ostwestfälin trifft Meer ;-)

Und dann ging dieser tolle Nachmittag auch schon vorbei und ich bin wieder zurück nach Flensburg gefahren. Vielleicht besuchen mich die beiden am Samstag hier oben, das steht aber noch nicht fest.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und genießt das exzellente Wetter smile

09April
2018

Santiago - Zieleinlauf nach Etappe 15

Hallöchen zusammen!

Da ich seit Samstag wieder im Lande bin und von einigen schon vorfreudige Nachrichten bekommen habe bezüglich unserer letzten Etappe und dem großen Finale, gebe ich dem jetzt mal nach und hier kommt der Bericht:

 

Donnerstag: Etappe 15 (Faramello bis Santiago de Compostela)

Schon seit etwa einer Woche stand für diesen Tag (ausnahmsweise) gutes Wetter auf dem Plan. Und so ging es um etwa viertel nach acht los, quer über Waldwege und an taufrischen Wiesen vorbei, begleitet von der aufgehenden Sonne. Auch wenn es relativ frisch war, wurde es in den Wälder aufgrund der vorangegangenen Regentage ziemlich schwül und wir kamen dank der Steigungen auch ordentlich ins Schwitzen. Nichtsdestotrotz waren wir wieder ziemlich flott unterwegs und hatten ungefähr die Hälfte der 14km geschafft, als wir uns unsere obligatorische Kaffeepause um kurz nach zehn gegönnt haben!! Die zweite Hälfte sollte allerdings weniger zügig gehen. Obwohl unsere Füße sehr zufrieden waren (blasenfrei!) und wir ganz gut geschlafen hatten, ziehen sich die ansteigenden Vororte von Santiago einfach ewig und ich wurde von nicht zu verachtenden Knieschmerzen begleitet, die sich seit ein paar Tagen verschlimmerten... Aber dann, um ca. 13 Uhr, war es dann so weit: wir haben unseren Caminho Portuges offiziell und ganz wirklich auf dem Platz vor der Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien beendet!!! 240km, 15 Lauftage und etliche Höhenmeter... Und auf einmal waren wir ziemlich still, haben uns gegenüber der Kathedrale an einen Pfeiler gesetzt und geschwiegen. Jeder hat für sich selbst versucht, das zu begreifen (und es bis heute nur zu einem Teil greifbar). Dass wir als kleines Jakobsweg-Wunder noch die zwei Mädels der ersten Etappen getroffen haben, die vier Tage vor uns da waren und grade vor ihrem Rückflug Souvenirs gekauft haben, hat das Ganze dann noch unrealer gemacht. Wie wahrscheinlich ist es, dass die beiden so viel früher da sind und wir in exakt den 15 Minuten ankommen, in denen sie sich noch einmal auf dem Platz befinden??!!

Nach einer Weile haben wir die klassischen Ankunftsfotos gemacht und dann ging's zum Pilgerbüro, unsere Urkunde abholen. Und da stand es dann noch einmal schwarz auf weiß, was wir eigentlich erreicht hatten! Mit den Urkunden in der Tasche haben wir uns dann ein Hostel gesucht, geduscht und kurz relaxed, bevor es dann auf einen Streifzug durch die Stadt auf der Suche nach Essen ging. Gefunden haben wir ein süßes kleines Restaurant, das "Paris", in dem wir für 10,90€ ein ganzes Menü inklusive eines hervorragenden Rotweins genießen durften. Eine ganz klare Empfehlung! Um 19 Uhr haben wir uns dann auf den Weg in die Kathedrale gemacht, wo um 19:30 die Abendmesse stattfinden sollte. Und selbst, wenn sie nicht so spektakulär gewesen ist, wie die Pilgermesse um 12 Uhr (Hörensagen), war es doch irgendwie überwältigend. Ein Gottesdienst mit leichter Pilgerthematik. In einer Sprache, die ich nicht verstehe. In einem der wohl berühmtesten Gotteshäuser Europas. Mit einer Freundin, mit der ich diese unfassbar schöne Reise machen durfte und das hat diese Freundschaft sehr gestärkt. Da fing man irgendwie doch langsam mit dem Realisieren an...

Nach der Messe haben wir uns in einem kleinen Café noch Churros mit heißer Schokolade geteilt und sind dann schlafen gegangen.

Am nächsten Tag hat es (Überraschung!!!) wie aus Eimern geregnet... Tja... Nach einem kläglich gescheiterten Trampingversuch und etlichen Wartestunden im Bahnhof von Santiago, haben wir es mit einer Mitfahrgelegenheit von BlaBlaCar doch irgendwie nach Porto geschafft, haben uns Abendessen organisiert und sind dann totmüde in die wunderschönen Hostelbetten gefallen. (Falls jemand mal nach Porto will: das Garden House Hostel ist super!)

Samstagmorgen hat der Wecker um 4:50 portugiesischer Zeit geklingelt und nach einem extra für uns vorverlegten Frühstück vom Hostel, haben wir uns mit der ersten Metro zum Flughafen begeben. Lange Rede, kurzer Sinn: um 13 Uhr waren wieder dann wieder am Köln-Bonner Flughafen und wurden von unseren Eltern abgeholt. So trennten sich unsere Wege und das Abenteuer Jakobsweg war endgültig vorbei...

Das war's so weit (zu dieser Reise!) von mir, allerdings werde ich wohl demnächst noch einen Nachtrag liefern. Schaut euch die anderen Beiträge noch einmal an, ich habe jetzt Fotos hinzugefügt ;-)

04April
2018

Santiago in Reichweite - die Etappen 13 & 14

Buenos dias!

Man bewegt sich hier so langsam auf der Zielgeraden!!!!
Bevor Sophia und ich morgen die letzten (ca.) 14 Kilometer bewältigen, fasse ich mal eben die Etappen 13 und 14 zusammen 😉

Dienstag: Etappe 13 (O Cruceiro bis Padrón)

Die ruhige Nacht konnte zwar die schlaflosen Stunden der letzten Tage nicht ausgleichen, aber es ging uns doch sehr viel besser. Wie immer tat das Frühstück (besonders der Kaffee!) sehr gut und dann wurde aufgebrochen. Eigentlich wollten wir nur bis Pontecesures gehen, aber da wir, wie neuerdings üblich, ganz gut voran gekommen sind, wurde Padrón (2km weiter) zum neuen Zielpunkt erkoren. Auf dieser Etappe war wettertechnisch mal wieder alles dabei: es fing bewölkt und irgendwie schwül an, dann gab es einen Wolkenbruch, die Sonne kam raus und kurz vor der Herberge weichte uns ein Schauer durch und schubste uns mit Windböen ordentlich durch die Gegend. In der Herberge angekommen schlug das Ganze dann in ein Gewitter um und schlug mal eben die Sicherung raus 😅 Unser Abendessen konnten wir uns dann aber trockenen Fußes organisieren. Immerhin ;-)

Mittwoch: Etappe 14 (Padrón bis Faramello)

Die Nacht in Padrón war mal wieder nicht sooo super. Das Licht ging erst spät aus, die Mitmenschen kamen sehr spät und laut zurück... Aber immerhin war es nicht so kalt wie befürchtet (und schon erlebt) und wir konnten gleich an der nächsten Ecke gut frühstücken, ohne lange zu suchen 😊 Auf der Strecke bis Faramello haben wir ein paar Mal richtig was von oben abbekommen, sodass die kurz geplante Etappe mit etwa 10km vollkommen ausgereicht hat. Und jetzt sind wir hier in der privaten Herberge und regenerieren gut, damit die letzten 14km nach Santiago gut bestritten werden können 💪🏼

In Padrón haben wir so einige Lächler für unsere Etappenplanung geerntet. Ja, wir hätten heute 24km bis Santiago laufen können. Wahrscheinlich aber mit dem Ergebnis, das Ganze nicht richtig genießen zu können und dann völlig kaputt zu sein... Wir sind mit unserem Plan sehr zufrieden und freuen uns mit ein bisschen Melancholie auf die letzte Etappe unserer Reise 🎒

02April
2018

Schlaflos durch Galizien - die Etappen 9 bis 12

Hola alle miteinander!
So langsam kommen wir dem Zielort Santiago näher und haben noch drei Etappen vor uns. Hier kommt der Rückblick auf die letzten bewältigten Streckenabschnitte:

Karfreitag: Etappe 9 (Porrino bis Redondela)

Nach einer unruhigen und abrupt endenden Nacht sind wir bei vielversprechendem Wetter an Freitagmorgen losgegangen... nur um nach nicht mal einen Kilometer den ersten Schauer des Tages abzubekommen. So ging es dann weiter. Vor allem kommen die Regengüsse immer so überraschend und schnell, dass man kaum noch Zeit hat, den Rucksack und sich selbst umzurüsten 😅 Auf dieser Etappe haben wir mal wieder anständig Höhenmeter gemacht und nach einem Mittagspausenkaffee ging es dann auch ziemlich steil durch kleine Dörfer wieder runter. Faszinierend, wie die Einheimischen es mit ihren Autos (die oft nicht grade gut in Schuss sind) irgendwie immer da hoch oder runter schaffen... Nach mal wieder guten 17km sind wir in der hübschen öffentlichen Herberge von Redondela angekommen. Da hatten wir auch wieder Gelegenheit, Wäsche zu waschen und vor allem abständig zu trocknen (diese Qualität ist sonst eher Mangelware ;-) ). Nach dem Abendessen waren wir wie immer zeitig im Bett, als wir plötzlich das Trommeln eines Karfreitagsumzug gehört haben! Also standen wir in Schlafanzug im Foyer der Herberge und haben das Spektakel von dort aus beobachtet... allein die spitzen Hüte und die schwarz gekleidete Marienstatue der Gruppe waren eher gruselig als österlich-feierlich...!

Ostersamstag: Etappe 10 (Redondela bis Pontevedra)

Die 18km bis zur ehemaligen Hauptstadt von Galizien verliefen an sich relativ ereignislos. Vor Arcade kamen wir auf einem Waldweg die Anhöhe runter und Zack! Auf einmal konnte man einen Meeresarm sehen, der für uns ganz klar aussah wie der Lago Maggiore (an dem bisher keiner von uns war :-D ). In Arcade selbst waren wir kurz in einem kleinen Supermarkt und sind dann wieder weiter. Mit ein bisschen Steinhüpferei und ordentlich Steigung ging es dann wieder durch Waldstücke. Der Weg nach Pontevedra rein hat sich dann noch ziemlich über eine Landstraße gezogen... Dort angekommen waren wir mal wieder etwas perplex: auf dem Weg selbst waren schon so irrsinnig viele Spanier unterwegs und die waren dann natürlich auch in der Herberge. Ein Schlafsaal mit 38 anderen Personen: okay. Die Hälfte davon Spanier auf Osterausflug, die sich größtenteils in Herbergen verhalten wie die Axt im Walde: eher uncool...
Uns stand also eine etwas anstrengende Nacht bevor...

Lago Maggiore?

Ostersonntag: Etappe 11 (Pontevedra bis Portela)

Wie befürchtet war die Nacht nicht so das Gelbe vom Ei... also sind wir morgens um 8 Uhr noch ziemlich fertig wieder losgezogen und haben uns in Pontevedra ein Café für unser Osterfrühstück gesucht. Als wir da so saßen und die erstklassigen Croissants gegessen haben, kam eine Überraschung zur Tür hinein: Das Mädchen, was schon in Porto im Hostel bei uns mit im Zimmer war und was wir nach Etappe 1 aus den Augen verloren haben, wollte auch grade zusammen mit ihrem Vater frühstücken! Also wurde sich kurz ausgetauscht :-) Beschwingt durch die Begegnung haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Ein kurzer Abstecher über die Kirche der heiligen Pilgerjungfrau von Pontevedra war auch noch drin. Leider war dort grade keine Messe... Die 11km bis Portela liefen gut, auch wenn wir wirklich unglaublich müde und deswegen auch langsam waren. Aber immerhin war der Weg schön ;-) Dann waren wir aber trotzdem sehr früh in der etwas abgelegenen Herberge von Portela, sodass noch sehr viel Zeit zum Entspannen blieb, bis mit allen zusammen (primär der Renterreisegruppe, die wir seit Tui immer mal wieder sehen) gegessen wurde. Eine sehr heimelige Stimmung :-)

Spanisches System in einem Bild...

Ostermontag: Etappe 12 (Portela bis O Cruceiro)

Die Nacht war dann endlich mal erholsam, sodass wir morgens in einem sehr flotten Tempo losgekommen sind und praktisch schon um 12 Uhr und nach 11km das ursprüngliche Etappenziel erreicht hatten. Aber dann haben wir umdisponiert und noch etwa 5km von der nächsten Etappe angehängt. Zwar zahlen wir heute Nacht in der Pilgerpension mehr als sonst in den öffentlichen Herbergen, haben aber Doppelzimmer nur für uns, können anständig Schlaf nachholen und haben in guter Verfassung schon den Anstieg der eigentlich für morgen geplanten Etappe erledigt. So wird morgen wohl hoffentlich ein etwas entspannterer Tag :-)

Außerdem sind wir heute bis auf unter 40km an Santiago herangekommen und werden morgen in die letzten drei Etappen starten :-)

Einen schönen Abend noch und liebe Grüße aus Spanien ;-)

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