Tina on Tour

 
07Mai
2018

St. Peter-Ording - Praktikumstreffen XS

Hallöchen zusammen!

Wie vielleicht manchen bekannt ist, befinde ich mich seit Februar im Praktikumssemester meiner Ausbildung zur Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Bisher habe ich 6 Wochen in einem Kindergarten und 3 Wochen in einer Musikschule verbracht. Dazwischen lag der Jakobsweg  ;-)

Und nun hat es mich für die letzten 12 Wochen der Praktkumszeit in eine Praxis im hohen Norden verschlagen, genauer gesagt nach Flensburg. Also nördlicher geht es wirklich fast nicht mehr, zumindest innerhalb Deutschlands. Meine erste Woche ist nun fast um (letzten Mittwoch bin ich hochgedüst) und ich kann mich nicht beklagen! Zu Flensburg selbst werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben.

Jetzt soll es sich aber erstmal um den gestrigen Spontan-Ausflug nach St. Peter-Ording (SPO) drehen. Da lag ich doch gestern auf dem Sofa und bekomme eine Nachricht von zwei meiner wunderbaren Semesterkolleginnen und Freundinnen: Sie wären auf dem Weg nach SPO, wo sie ihr 5-wöchiges Praktikum in einer Reha-Klinik starten wollten. Und ihnen wäre die Schnapsidee gekommen, mich zu besuchen, natürlich mit einem wenig ernsten Zwinkersmiley. Aber da dachte ich mir, dass doch ein kleiner Besuch da drüben ganz cool wäre, vor allem im Gegensatz zum alleine schimmeln. Ab ins Auto und los: Anderthalb Stunden später war ich dann da.

Die Freude war sehr groß und natürlich wurde viel erzählt wink Dann haben wir uns irgendwann aufgemacht in den kleinen Ortsteil, eine Eisdiele wurde gefunden und ein Spaghetti-Eis genossen! Um kurz vor fünf sind wir dann Richtung Meer gelaufen und bei diesem Kaiserwetter war das natürlich unfassbar schön!

Wir haben das Wasser mit den Füßen angetestet und waren noch auf den Schaukeln smile Hier ein paar Impressionen:

Weit und breit nur Strand! Fundstücke :-) Classic ;-) Ostwestfälin trifft Meer ;-)

Und dann ging dieser tolle Nachmittag auch schon vorbei und ich bin wieder zurück nach Flensburg gefahren. Vielleicht besuchen mich die beiden am Samstag hier oben, das steht aber noch nicht fest.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und genießt das exzellente Wetter smile

09April
2018

Santiago - Zieleinlauf nach Etappe 15

Hallöchen zusammen!

Da ich seit Samstag wieder im Lande bin und von einigen schon vorfreudige Nachrichten bekommen habe bezüglich unserer letzten Etappe und dem großen Finale, gebe ich dem jetzt mal nach und hier kommt der Bericht:

 

Donnerstag: Etappe 15 (Faramello bis Santiago de Compostela)

Schon seit etwa einer Woche stand für diesen Tag (ausnahmsweise) gutes Wetter auf dem Plan. Und so ging es um etwa viertel nach acht los, quer über Waldwege und an taufrischen Wiesen vorbei, begleitet von der aufgehenden Sonne. Auch wenn es relativ frisch war, wurde es in den Wälder aufgrund der vorangegangenen Regentage ziemlich schwül und wir kamen dank der Steigungen auch ordentlich ins Schwitzen. Nichtsdestotrotz waren wir wieder ziemlich flott unterwegs und hatten ungefähr die Hälfte der 14km geschafft, als wir uns unsere obligatorische Kaffeepause um kurz nach zehn gegönnt haben!! Die zweite Hälfte sollte allerdings weniger zügig gehen. Obwohl unsere Füße sehr zufrieden waren (blasenfrei!) und wir ganz gut geschlafen hatten, ziehen sich die ansteigenden Vororte von Santiago einfach ewig und ich wurde von nicht zu verachtenden Knieschmerzen begleitet, die sich seit ein paar Tagen verschlimmerten... Aber dann, um ca. 13 Uhr, war es dann so weit: wir haben unseren Caminho Portuges offiziell und ganz wirklich auf dem Platz vor der Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien beendet!!! 240km, 15 Lauftage und etliche Höhenmeter... Und auf einmal waren wir ziemlich still, haben uns gegenüber der Kathedrale an einen Pfeiler gesetzt und geschwiegen. Jeder hat für sich selbst versucht, das zu begreifen (und es bis heute nur zu einem Teil greifbar). Dass wir als kleines Jakobsweg-Wunder noch die zwei Mädels der ersten Etappen getroffen haben, die vier Tage vor uns da waren und grade vor ihrem Rückflug Souvenirs gekauft haben, hat das Ganze dann noch unrealer gemacht. Wie wahrscheinlich ist es, dass die beiden so viel früher da sind und wir in exakt den 15 Minuten ankommen, in denen sie sich noch einmal auf dem Platz befinden??!!

Nach einer Weile haben wir die klassischen Ankunftsfotos gemacht und dann ging's zum Pilgerbüro, unsere Urkunde abholen. Und da stand es dann noch einmal schwarz auf weiß, was wir eigentlich erreicht hatten! Mit den Urkunden in der Tasche haben wir uns dann ein Hostel gesucht, geduscht und kurz relaxed, bevor es dann auf einen Streifzug durch die Stadt auf der Suche nach Essen ging. Gefunden haben wir ein süßes kleines Restaurant, das "Paris", in dem wir für 10,90€ ein ganzes Menü inklusive eines hervorragenden Rotweins genießen durften. Eine ganz klare Empfehlung! Um 19 Uhr haben wir uns dann auf den Weg in die Kathedrale gemacht, wo um 19:30 die Abendmesse stattfinden sollte. Und selbst, wenn sie nicht so spektakulär gewesen ist, wie die Pilgermesse um 12 Uhr (Hörensagen), war es doch irgendwie überwältigend. Ein Gottesdienst mit leichter Pilgerthematik. In einer Sprache, die ich nicht verstehe. In einem der wohl berühmtesten Gotteshäuser Europas. Mit einer Freundin, mit der ich diese unfassbar schöne Reise machen durfte und das hat diese Freundschaft sehr gestärkt. Da fing man irgendwie doch langsam mit dem Realisieren an...

Nach der Messe haben wir uns in einem kleinen Café noch Churros mit heißer Schokolade geteilt und sind dann schlafen gegangen.

Am nächsten Tag hat es (Überraschung!!!) wie aus Eimern geregnet... Tja... Nach einem kläglich gescheiterten Trampingversuch und etlichen Wartestunden im Bahnhof von Santiago, haben wir es mit einer Mitfahrgelegenheit von BlaBlaCar doch irgendwie nach Porto geschafft, haben uns Abendessen organisiert und sind dann totmüde in die wunderschönen Hostelbetten gefallen. (Falls jemand mal nach Porto will: das Garden House Hostel ist super!)

Samstagmorgen hat der Wecker um 4:50 portugiesischer Zeit geklingelt und nach einem extra für uns vorverlegten Frühstück vom Hostel, haben wir uns mit der ersten Metro zum Flughafen begeben. Lange Rede, kurzer Sinn: um 13 Uhr waren wieder dann wieder am Köln-Bonner Flughafen und wurden von unseren Eltern abgeholt. So trennten sich unsere Wege und das Abenteuer Jakobsweg war endgültig vorbei...

Das war's so weit (zu dieser Reise!) von mir, allerdings werde ich wohl demnächst noch einen Nachtrag liefern. Schaut euch die anderen Beiträge noch einmal an, ich habe jetzt Fotos hinzugefügt ;-)

04April
2018

Santiago in Reichweite - die Etappen 13 & 14

Buenos dias!

Man bewegt sich hier so langsam auf der Zielgeraden!!!!
Bevor Sophia und ich morgen die letzten (ca.) 14 Kilometer bewältigen, fasse ich mal eben die Etappen 13 und 14 zusammen 😉

Dienstag: Etappe 13 (O Cruceiro bis Padrón)

Die ruhige Nacht konnte zwar die schlaflosen Stunden der letzten Tage nicht ausgleichen, aber es ging uns doch sehr viel besser. Wie immer tat das Frühstück (besonders der Kaffee!) sehr gut und dann wurde aufgebrochen. Eigentlich wollten wir nur bis Pontecesures gehen, aber da wir, wie neuerdings üblich, ganz gut voran gekommen sind, wurde Padrón (2km weiter) zum neuen Zielpunkt erkoren. Auf dieser Etappe war wettertechnisch mal wieder alles dabei: es fing bewölkt und irgendwie schwül an, dann gab es einen Wolkenbruch, die Sonne kam raus und kurz vor der Herberge weichte uns ein Schauer durch und schubste uns mit Windböen ordentlich durch die Gegend. In der Herberge angekommen schlug das Ganze dann in ein Gewitter um und schlug mal eben die Sicherung raus 😅 Unser Abendessen konnten wir uns dann aber trockenen Fußes organisieren. Immerhin ;-)

Mittwoch: Etappe 14 (Padrón bis Faramello)

Die Nacht in Padrón war mal wieder nicht sooo super. Das Licht ging erst spät aus, die Mitmenschen kamen sehr spät und laut zurück... Aber immerhin war es nicht so kalt wie befürchtet (und schon erlebt) und wir konnten gleich an der nächsten Ecke gut frühstücken, ohne lange zu suchen 😊 Auf der Strecke bis Faramello haben wir ein paar Mal richtig was von oben abbekommen, sodass die kurz geplante Etappe mit etwa 10km vollkommen ausgereicht hat. Und jetzt sind wir hier in der privaten Herberge und regenerieren gut, damit die letzten 14km nach Santiago gut bestritten werden können 💪🏼

In Padrón haben wir so einige Lächler für unsere Etappenplanung geerntet. Ja, wir hätten heute 24km bis Santiago laufen können. Wahrscheinlich aber mit dem Ergebnis, das Ganze nicht richtig genießen zu können und dann völlig kaputt zu sein... Wir sind mit unserem Plan sehr zufrieden und freuen uns mit ein bisschen Melancholie auf die letzte Etappe unserer Reise 🎒

02April
2018

Schlaflos durch Galizien - die Etappen 9 bis 12

Hola alle miteinander!
So langsam kommen wir dem Zielort Santiago näher und haben noch drei Etappen vor uns. Hier kommt der Rückblick auf die letzten bewältigten Streckenabschnitte:

Karfreitag: Etappe 9 (Porrino bis Redondela)

Nach einer unruhigen und abrupt endenden Nacht sind wir bei vielversprechendem Wetter an Freitagmorgen losgegangen... nur um nach nicht mal einen Kilometer den ersten Schauer des Tages abzubekommen. So ging es dann weiter. Vor allem kommen die Regengüsse immer so überraschend und schnell, dass man kaum noch Zeit hat, den Rucksack und sich selbst umzurüsten 😅 Auf dieser Etappe haben wir mal wieder anständig Höhenmeter gemacht und nach einem Mittagspausenkaffee ging es dann auch ziemlich steil durch kleine Dörfer wieder runter. Faszinierend, wie die Einheimischen es mit ihren Autos (die oft nicht grade gut in Schuss sind) irgendwie immer da hoch oder runter schaffen... Nach mal wieder guten 17km sind wir in der hübschen öffentlichen Herberge von Redondela angekommen. Da hatten wir auch wieder Gelegenheit, Wäsche zu waschen und vor allem abständig zu trocknen (diese Qualität ist sonst eher Mangelware ;-) ). Nach dem Abendessen waren wir wie immer zeitig im Bett, als wir plötzlich das Trommeln eines Karfreitagsumzug gehört haben! Also standen wir in Schlafanzug im Foyer der Herberge und haben das Spektakel von dort aus beobachtet... allein die spitzen Hüte und die schwarz gekleidete Marienstatue der Gruppe waren eher gruselig als österlich-feierlich...!

Ostersamstag: Etappe 10 (Redondela bis Pontevedra)

Die 18km bis zur ehemaligen Hauptstadt von Galizien verliefen an sich relativ ereignislos. Vor Arcade kamen wir auf einem Waldweg die Anhöhe runter und Zack! Auf einmal konnte man einen Meeresarm sehen, der für uns ganz klar aussah wie der Lago Maggiore (an dem bisher keiner von uns war :-D ). In Arcade selbst waren wir kurz in einem kleinen Supermarkt und sind dann wieder weiter. Mit ein bisschen Steinhüpferei und ordentlich Steigung ging es dann wieder durch Waldstücke. Der Weg nach Pontevedra rein hat sich dann noch ziemlich über eine Landstraße gezogen... Dort angekommen waren wir mal wieder etwas perplex: auf dem Weg selbst waren schon so irrsinnig viele Spanier unterwegs und die waren dann natürlich auch in der Herberge. Ein Schlafsaal mit 38 anderen Personen: okay. Die Hälfte davon Spanier auf Osterausflug, die sich größtenteils in Herbergen verhalten wie die Axt im Walde: eher uncool...
Uns stand also eine etwas anstrengende Nacht bevor...

Lago Maggiore?

Ostersonntag: Etappe 11 (Pontevedra bis Portela)

Wie befürchtet war die Nacht nicht so das Gelbe vom Ei... also sind wir morgens um 8 Uhr noch ziemlich fertig wieder losgezogen und haben uns in Pontevedra ein Café für unser Osterfrühstück gesucht. Als wir da so saßen und die erstklassigen Croissants gegessen haben, kam eine Überraschung zur Tür hinein: Das Mädchen, was schon in Porto im Hostel bei uns mit im Zimmer war und was wir nach Etappe 1 aus den Augen verloren haben, wollte auch grade zusammen mit ihrem Vater frühstücken! Also wurde sich kurz ausgetauscht :-) Beschwingt durch die Begegnung haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Ein kurzer Abstecher über die Kirche der heiligen Pilgerjungfrau von Pontevedra war auch noch drin. Leider war dort grade keine Messe... Die 11km bis Portela liefen gut, auch wenn wir wirklich unglaublich müde und deswegen auch langsam waren. Aber immerhin war der Weg schön ;-) Dann waren wir aber trotzdem sehr früh in der etwas abgelegenen Herberge von Portela, sodass noch sehr viel Zeit zum Entspannen blieb, bis mit allen zusammen (primär der Renterreisegruppe, die wir seit Tui immer mal wieder sehen) gegessen wurde. Eine sehr heimelige Stimmung :-)

Spanisches System in einem Bild...

Ostermontag: Etappe 12 (Portela bis O Cruceiro)

Die Nacht war dann endlich mal erholsam, sodass wir morgens in einem sehr flotten Tempo losgekommen sind und praktisch schon um 12 Uhr und nach 11km das ursprüngliche Etappenziel erreicht hatten. Aber dann haben wir umdisponiert und noch etwa 5km von der nächsten Etappe angehängt. Zwar zahlen wir heute Nacht in der Pilgerpension mehr als sonst in den öffentlichen Herbergen, haben aber Doppelzimmer nur für uns, können anständig Schlaf nachholen und haben in guter Verfassung schon den Anstieg der eigentlich für morgen geplanten Etappe erledigt. So wird morgen wohl hoffentlich ein etwas entspannterer Tag :-)

Außerdem sind wir heute bis auf unter 40km an Santiago herangekommen und werden morgen in die letzten drei Etappen starten :-)

Einen schönen Abend noch und liebe Grüße aus Spanien ;-)

29März
2018

Grenzüberschreitungen - die Etappen 5 bis 8

Buenos días zusammen!
Ja, richtig, Sophia und ich haben es mittlerweile bis nach Spanien geschafft ;-) Hier eine Zusammenfassung der letzten Etappen:

Montag: Etappe 5 (Portela de Tamel bis Ponte de Lima)
Nach einer Nacht in der wirklich schicken Herberge (aber leider mit einer etwas nervigen Mitbewohnerin, die uns nachts wachgehalten hat) haben wir uns mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages auf den Weg gemacht: Zuerst viel bergab, dann durch kleine Dörfer immer mal wieder hoch und runter. Das Wetter war ausgezeichnet: morgens noch etwas frisch, nachmittags konnte man im T-Shirt und kurzer Hose laufen :-) Bei unserer Mittagspause wollten wir uns eine Lasagne teilen, die aber ewig gebraucht hat, weswegen wir eine gute Stunde an Zeit verloren haben... und das, obwohl es an dem Tag fast 25km werden sollten und unser Grundtempo nicht besonders hoch war. So kam es also, dass wir erst um 18:30 in Ponte de Lima eingetrudelt sind. Da Sophia völlig fertig war und etliche offene Blasen hatte, haben wir auch nicht mehr den Weg zur öffentlichen Herberge gemacht, sondern sind in die Jugendherberge gegangen. Etwas teurer, dafür mit Frühstück und wir hatten ein 4er-Zimmer für uns. Ich bin dann noch zu einer Pizzaria gelaufen und habe unser Abendessen organisiert. Und was soll ich sagen: Danach ging es uns schon ein bisschen besser :-) Aber das ging schon an die Grenzen des Ausdauerwanderns!

  Morgendliches Packchaos

Dienstag: Etappe 6 (Ponte de Lima bis Rubiães)
Nachdem Sophias Füße am Vortag ziemlich gelitten hatten und an die Wanderschuhe nicht zu denken war, stand fest, dass ich die 6. Etappe alleine machen würde. Also haben wir uns nach dem Frühstück im Hostel getrennt: Sie hat sich einen Bus zum Etappenendpunkt gesucht und ich bin frohen Mutes raus aus Ponte de Lima gelaufen. Die erste Stunde hatte ich auch noch Begleitung durch eine neue Mitpilgerin. Dann bin ich alleine weiter. Das Wetter war erstklassig, warm und sonnig :-) Die Etappe war echt unbeschreiblich schön, aber auch die bisher härteste! Es ging frisch und fröhlich durch Wälder, portugiesische Bergdörfer, an glasklaren und türkis schimmernden Flüssen vorbei, immer mit einer ordentlichen Steigung. Die Krönung war ein Anstieg von Ca. 400 Höhenmetern durch schattigen Wald, aber auf sehr steinigen steilen Wegen. Nicht immer einfach mit so einem 11kg schweren Rucksack, aber den merke ich allerdings schon fast nicht mehr ;-) Und oben angekommen wurde ich mit einer fantastischen Aussicht belohnt! Also war es das Testen der Anstrengungs-Grenze wert! Dann ging es wieder 200HM bergab und an Weinreben und Mäuerchen vorbei. Um 17:00 hab ich dann Sophia in Rubiães wieder getroffen und wir sind zusammen in die Herberge gegangen. Der Abend hatte eine gute Stimmung bei einem überdurchschnittlich gutem Pilgermenü :-)

 

Mittwoch: Etappe 7 (Rubiães bis Tui)
Der Morgen weckte uns mit Nieselregen... wir wollten an diesem Tag aber sowieso um etwa 20km abkürzen, weil wir die gesamte Strecke zeitlich nicht geschafft hätten und dann die Prioritäten doch auf den letzten 100km zu Fuß liegen. Also standen wir um halb neun an der Bundesstraße von Rubiães nach Valença und haben uns mal wieder im Trampen versucht. Und nach einiger Zeit wurden wir tatsächlich mitgenommen, und zwar von einem Inder, der mal ein paar Jahre in Deutschland gelebt hat und jetzt ein Tandoori Restaurant in Valença betreibt :-D Die Fahrt wurde nur noch witziger, als wir für einen kleinen Stop bei einem Großmarkt gehalten haben... Aber wir würden tatsächlich mitten in Valença rausgelassen und sogar noch auf einen indischen Tee eingeladen, welchen wir aber dankend abgelehnt haben :-) In Valença selbst (die letzte portugiesische Stadt auf dem Caminho) sind wir auf die Festung gegangen, die die Altstadt beherbergt. Dort gab es, weil der Regen immer schlimmer wurde, einen der erstklassigen und günstigen Kaffees. Irgendwann sind wir dann doch weitergegangen und dann führte der Weg über den Fluss Minho, der gleichzeitig die Ländergrenzen von Portugal und Spanien ist. Und dann waren wir in Spanien! Genauer gesagt in Tui, was zufällig die Partnerstadt meiner Heimatstadt Versmold ist ;-) Und da lief es wie immer: Ankommen in der Herberge, Supermarkt/Essen suchen und dann den Abend früh im Hochbett abschließen :-)

 

Donnerstag: Etappe 8 (Tui bis Porrino)
Sehr früh, so früh, dass wir den Morgen am Himmel haben anbrechen sehen, haben wir heute Tui verlassen und sind in losgezogen. Durch viele Waldstücke, ein paar Dörfer und ein paar Pfützen ging die erste richtige Etappe seit zwei Tagen. Mit geschickter Kalkulation von Kaffee- und Bushäuschen-Pausen konnten wir zwei von drei richtigen Schauern umgehen und auch sonst ist uns diese Etappe über 17km relativ leicht gefallen :-) Und es wurde eine Grenze unterschritten: wir sind weniger als 100km von Santiago de Compostela entfernt und das heißt, wir müssen jetzt jeden Tag zwei Stempel in unserem Pilgerausweis sammeln. Aber bei unseren beliebten Kaffeepausen sollte das wohl kein Problem darstellen ;-)

  Pilgersupport überall!

Einen schönen Abend aus Galizien :-)

 

25März
2018

Porto und die Etappen 1-4

Hallöchen zusammen!
Endlich kann ich mich mal vom Jakobsweg melden :-) Die letzten Tage jetzt mal in Kurzfassung:

Mittwoch: Porto


So ging es also nach Porto, mittags waren wir dann da. Ziemlich fertig, aber nichtsdestotrotz haben wir das Hostel ohne große Umwege gefunden. Nach ein bisschen Ausruhen haben wir uns auf einen Streifzug durch die Stadt begeben und uns bei Sonnenschein Porto angeschaut. Eine wirklich hübsche Stadt, immer rund um die Hügel des Flusses Douro gebaut! Ein Abendessen in einem süßen kleinen Laden, Duschen und dann sind wir auch schon schlafen gegangen.

Startpunkt: Kathedrale von Porto

Donnerstag: Etappe 1 (Porto bis Angeiras)


Nach dem (inklusiven!) Frühstück im Hostel sind wir dann zu unserer ersten Etappe aufgebrochen. Ausgangspunkt war die Kathedrale von Porto, an der wir uns unseren allerersten Pilgerstempel geholt haben. Dann ging es los, immer am Douro entlang Richtung Meer. Und dann dort immer mindestens in Sichtweite zum Wasser weiter. Oftmals sogar auf einem angenehmen Weg aus Holzplanken. Und dann ist das Universum der Holzweg-Witze nicht weit! :-D Nach fast 24km sind wir zum Endpunkt der Etappe gelangt, dem Campingplatz Angeiras, wo Sophia und ich in einer kleinen Hütte unterkamen. Mit von unterwegs bekannten Gesichtern haben wir uns zum Abendessen verabredet und saßen dann im Restaurant des Campingplatzes. Wenn man dann mit einer Runde, die man nicht kennt, eines der berühmten Pilgermenüs isst und sich gut unterhält, sind die Strapazen des Tages auch fast schon vergessen ;-)
Fazit: etwa 24km am ersten Tag abzureißen war schon amtlich und hat klar gemacht, was da in den kommenden Tagen auf uns zukommen wird. Leider hat uns die schöne Strecke auch nicht vor den ersten kleinen Blasen geschützt... ;-)

Start des Holweges!

Freitag: Etappe 2 (Angeiras bis Rates)


Morgens um 8 zur zweiten Runde aufzubrechen, war schon eine kleine Überwindung. Vor allem, da wir nur eine Möhre zum Frühstück auf dem Weg hatten... Das Wetter war nach denn schönen Vortag eher auf Nieselregen und Wind eingestellt. Insgesamt war die Situation also verbesserungswürdig :-D nach 6 oder 7 Kilometern wurden wir von einem bekannten Gesicht vom Vorabend eingeholt. Zu dritt sind wir dann weiter und wurden von unserem Begleiter gut und schnell mitgezogen. Die letzte halbe Stunde vor einer langen Pause in Vila do Conde war dann allerdings alles andere als leicht, einfach, weil wir keine Kraft mehr hatten... Merke: Ein halbwegs anständiges Frühstück und immer irgendetwas kleines für den Notfall im Rucksack, sind enorm wichtig! ;-) Nach einem guten Kaffee und sehr leckeren Brot waren unsere Wandergeister wieder fit und es ging vom Küstenweg runter und auf ins Landesinnere. Durch kleine Dörfer und Dörfchen konnte man schon erahnen, wie hügelig und bergig Portugal eigentlich ist. In der Herberge von Rates angekommen, waren wir durch gelegentlichen Nieselregen und wieder etwas mehr als 20 Kilometer ziemlich fertig und daran war auch mit einer kalten (!) Dusche nichts zu ändern... Wir haben dort allerdings die üblichen Verdächtigen vom ersten Abend getroffen und auch noch ein paar Mitpilger, sodass eine sehr nette und gesprächige Gruppe zu Stande kam. Da es in der Zwischenzeit aus allen Schleusen geregnet hat, entstand die Idee, gemeinsam Pizza zu bestellen! Und mit der lieben Übersetzungs- und Telefonunterstützung der Herbergsmutter, wurde der Plan dann auch in die Tat umgesetzt :-)
Fazit: wieder eine zähe Etappe, vor allem mit den Wehwehchen, die immer schlimmer wurden und von denen ich noch besser verschont wurde als Sophia. Aber durch Hilfe in Form von Blasenpflastern der Mitpilger hilft man sich hier gegenseitig sehr gut!

Samstag: Etappe 3 (Rates bis Barcelinhos)


Da für diesen Tag ungefähr 14km anstanden, konnten wir morgens gemütlich los und die Strecke begann hinter Rates erstmal mit schönen Wald- und Feldwegen. Manchmal durch kleine Orte, oft mit glasklaren Rinnsalen, die sich schon Furchen in den Boden gegraben hatten. Nach dem Regen die letzten Wochen und Tage... Wir kamen sogar an einem Stein vorbei, auf dem Stand "208km bis Santiago de Compostela". Ganz schön seltsam, zu wissen, dass man das im Optimalfall hoffentlich alles laufen wird... irgendwann wechselte der Untergrund leider und wir sind fast nur noch über portugiesisch-schiefes Kopfsteinpflaster geschlichen. Und das macht wirklich null Spaß! Vor allem mit sowieso angestrengten Füßen, wo jede Unebenheit doppelt weh tut... und dieser Boden sollte uns dann bis Barcelinhos fast durchgängig begleiten. Aber immerhin hat das Wetter ganz gut mitgespielt, oft war die Sonne draußen und die 2-Minuten-Minischauer haben bis auf den letzten auch nicht das große Regenzeug gefordert. In Barcelinhos ging es dann in eine privat geführte Herberge, in der es leider organisatorisch ziemlich darunter und drüber ging, weshalb die Nacht wirklich kurz war.
Fazit: Kopfsteinpflaster ist unser absolut nicht unser bester Freund und macht uns maximal langsam...

Sonntag: Etappe 4 (Barcelinhos bis Portela de Tamel)


Diese Etappe sollte "nur" 10km bekommen. Wir sind morgens um ungefähr 9 Uhr in Barcelinhos gestartet und dann ging es durch den wunderschönen Nachbarort Barcelos. Das Wetter war sehr gut, sonnig und wir konnten an so manchen Ecken deutlich die Zeichen des Palmsonntags sehen und hören :-) Unser Weg führte uns mal wieder durch kleine Ortschaften, diesmal Ca. 50/50 auf Pflaster und Naturboden. Es kamen uns bis Mittag ziemlich viele Radfahrer entgegen oder haben uns überholt und fast immer bekamen wir ein "Bom Caminho!!!" zugerufen. Es ist einfach schön zu sehen, wie man von wildfremden Menschen Unterstützung in dem Vorhaben Jakobsweg bekommt :-) Die letzten 2-3 km des Weges führten dann etwa 200 Höhenmeter nach Portela de Tamel hoch. Und dann standen wir (so früh, wie nie bisher) um 14 Uhr an der Herberge, was uns zeitlich ermöglicht hat, unsere dreckigen Klamotten zu waschen. Leider sind die aber noch absolut nicht trocken... :-D
Fazit: so eine kurze Etappe tut in Sachen Regeneration ganz gut, zumindest mir. Morgen sollen (so weit möglich) wieder 24km gemacht werden. Hoffen wir, dass das klappt ;-)

 

Ich kann übrigens über das Handy keine Fotos hochladen, das werde ich dann im Nachhinein machen :-)

20März
2018

Porto, wir kommen bald!

Hallo zusammen! 

Morgen geht es für Sophia und mich endlich los: nach Wochen (fast schon Monaten) der Planung und Organisation startet unser Flieger morgen früh am Flughafen Köln/Bonn Richtung Porto!

Die Tage davor waren für mich jetzt noch einmal sehr anständig voll: vergangenes Wochenende war mal wieder Chorsingen angesagt und am Sonntagabend stand das erste Konzert dieser Jahreshälfte in Bonn an. Es war ein wirklich schönes Konzert, das Publikum war restlos begeistert und der Konzertort (eine ehemalige Humanzentrifuge) wunderbar außergewöhnlich. Und das, obwohl eine Woche vorher meine Stimme und mein gesamtes Immunsystem völlig im Eimer waren... Weitere Konzerte in teilweise sehr ungewöhnlichen Locations stehen an, und um ein wenig Werbung zu machen, gibt's hier einen Link zum Konzertkalender von Consono: 

http://www.consono.eu/de/konzertkalender/2018/

Und nach diesem Wochenende mit traditionell wenig Schlaf und viel Konzentration, habe ich gestern meinen Rucksack gänzlich reisefertig gemacht und bin heute mit dem Zug zu Sophia gefahren, damit wir morgen pünktlich loskommen. Da wurden noch einmal Reiseapotheken verglichen, Rucksäcke gewogen und Wetterberichte gecheckt. Jetzt sind wir so weit! Wir freuen uns und sind zeitgleich ein wenig nervös, aber wir schaffen das schon :-) Unsere erste Etappe auf dem Jakobsweg wird dann am Donnerstag starten und morgen gucken wir uns noch ein bisschen Porto an und akklimatisieren uns in Portugal ;-)

Bis dahin und ich hoffe, ich kann mich ab und an melden! 

04März
2018

Dieser Weg wird kein leichter sein....

Hallo zusammen!

Mit einem neuen Design (das alte war ja schon fast Antik!) gibt es auch einen neuen Artikel.

Wer das Lied von Xavier Naidoo kennt, weiß auch, wie es weitergeht. Ich dachte mir, ich nehme das mal als Aufhänger, denn immerhin geht es für Sophia und mich in etwa 2 Wochen nach Porto, dem Startpunkt unseres Jakobsweges.

Vor drei Tagen habe ich dann mal Ernst gemacht und Probe gepackt. Mein bekannter Reiserucksack wird natürlich mitkommen. Ich bin beim Packen dann auf 7,6kg gekommen und mit den kleinen Dingen, die da noch gefehlt haben, werde ich wohl später die 8-8,5kg erreichen. Und das ohne Wasser und Proviant... Eigentlich

Meine größere Sorge ist allerdings grade weniger das Gewicht, sondern die Tatsache, dass ich gerne für alle Eventualitäten gerüstet wäre.... Die Kältewelle ist auch an Spanien und Portugal nicht vorübergegangen, es hat wohl viel geregnet und nachts hatte es Minusgrade. Da bekomme ich echt die Angst, dass wir das alles nicht schaffen... Und dann denke ich mir auch wieder, dass das schon alles gut gehen wird und freue mich auf die neuen Erlebnisse, den (hoffentlich positiven!) Effekt, den das Vorhaben auf unsere Freundschaft haben wird.... Ihr seht, es ist grade eher ein ambilvalentes Verhältnis zu dieser Wanderung, wobei bei mir ja grundsätzliche der gute Teil immer stärker ist wink

Falls jemand noch Tipps und Tricks für Pilger hat, die er mir gerne mit auf den Weg geben würde: Sehr gerne :-)

Ansonsten sieht der Plan bisher so aus, dass ich in zwei Wochen erstmal ein Chorwochenende mit Konzert in Bonn vor mir habe (kommt gerne vorbei!!!), am darauffolgenden Dienstag mit dem Zug und meinen 7 Sachen zu Sophia fahre und es am Mittwochmorgen zum Flughafen Köln/Bonn geht. Dann werden wir Mittwochmittag in Porto sein und uns dort ein bisschen umsehen, bevor es dann am Donnerstag richtig losgeht. Dann sind wir hoffentlich am 5. April in Santiago de Compostela. Was dazwischen passiert, wissen wir noch nicht smile Am 6. soll es dann, wie auch immer, nach Porto zurückgehen, sodass wir am 7. den Flug zurück nach Deutschland nehmen können. 

Ich werde wahrscheinlich davor noch einmal kurz was schreiben. Ob ich auf dem Weg berichten kann/will, weiß ich noch nicht. Aber auf jeden Fall wird es so einige Stories geben, wenn wir wieder da sind cool

Einen schönen Restsonntag wünsche ich und bis dahin :-)

 

14Januar
2018

Kufsteinerland - Aktiv im Winterwonderland 2

Und nun (endlich!) Teil 2:

2. Januar:

Es war mal wieder ein Skitag geplant, diesmal zu dritt. Es ging also mit dem Auto etwa eine halbe Stunde nach Kössen. Dort haben wir mir Skistiefel geliehen (die Stöcke hatte ich von meinem Bruder, die Ski von seiner Freundin) und ab auf die Piste! Durch das mäßige Wetter und die Tatsache, dass wir morgens nicht sonderlich früh aus dem Bett gekommen sind, waren die Pisten auch nicht so richtig klasse. Besonders auf den allgemein viel frequentierten Pisten waren überall nur Hügel, sodass man da eintweder voll rein ist oder dazwischen öfter mal ordentliches Eis erwischt hat. Gut, dass wir mir nur einen 3-Stunden-Pass organisiert hatten (die anderen beiden hatten eine Karte für mehrere Gebiete)... Um 16 Uhr waren wir dann auch ziemlich k.o. und das Wetter wurde immer schlechter. Also sind wir mit einem Umweg über den Supermarkt wieder zu meinem Bruder in die Wohnung gefahren, haben zusammen gekocht und einen entspannten Abend verbracht.

3. Januar:

An diesem Tag musste mein Burder arbeiten, also sind wir zwei Ladies noch einmal nach Kössen gefahren, um unser Glück mit den Pisten zu versuchen. Allerdings war für diesen Tag ein ziemlicher Sturm angesagt, mit Wintergewittern und allem drum und dran. An der Kasse wurde uns auch schon empfohlen, mit der Gondel hoch zu fahren und dann oben zu bleiben und nicht die Talabfahrt zu nehmen. Man wisse nicht, ob die Gondel zeitnah den Betrieb einstellen müsse. Mit einem besonders wachen Auge für das Wetter sind wir also hoch auf den Berg und wurden oben von strahlendem Sonnenschein und frischen Pisten (wir waren früher dran wink) empfangen. Lediglich der ständige und nicht grade schwache Wind hat gezeigt, dass da was kommen sollte. Also sind wir fast 2 Stunden auf gutem Untergrund Ski gefahren. Über die Berge und den Chiemsee konnte man allerdings schon ausmachen, was da kommen sollte: eine fast schwarze Wolkenfront... Irgendwann hat dann doch ein Nieselregen angefangen, ein paar Lifte oben haben zugemacht und unsere Entscheidung war, uns entspannt, aber bestimmt auf den Weg runter zu machen. Man sah dann auch irgendwann, dass die Gondel zumachte und als wir auf der letzten Piste waren, kam eine Ansage, die wir nur halb verstanden haben und die nicht wiederholt wurde. Aber die Message war klar "... bitte verlassen Sie...". Da wir sowieso schon fast unten waren, war auch alles in Ordnung. Während ich dann die Stiefel weggebracht habe, ist der Regen immer stärker geworden und auf dem Weg nach Kufstein hätten wir beide schwören können, es hätte geblitzt.... Als wir in die Wohnung kamen, war der beste Freund meines Bruders schon (wie angekündigt) da. Also ein bisschen quatschen, essen und froh sein, dass nichts schlimmes an diesem Tag passiert ist. Am Abend sind wir mit der neuen Vierergruppe nach Innsbruck gefahren, wo die Freundin meines Bruders wohnt. Alles in Vorbereitung auf den nächsten Tag! wink

4. Januar:

Wer wintersportbegeistert ist, wird schon fast wissen, was wir an diesem Tag in Innsbruck gemacht haben. Richtig! Es stand das dritte Wettkampfspringen in der Vierschanzentournee (Skispringen) an. Nach einem entspannten und (endlich mal) ausgeschlafenen Morgen, ist unsere Vierergruppe um zwölf Uhr aufgebrochen zum Bergisel. Mein Bruder und ich hatten, extra für diesen Anlass, Heizsohlen für die Schuhe von unserer Mutter zu Weihnachten bekommen. Kleiner Tipp für alle, die bei winterlichen Happenings darüber nachdenken: Legt sie erst nach dem Fußweg zum Ort ein... Unsere Füße sind auf dem Weg zur Straßenbahn wirklich halb in Flammen aufgegangen, im Stadion allerdings ging's ganz gut smile Undwas soll ich sagen: Der Wettkampf war einfach nur tief beeindruckend und faszinierend! Wir hatten einen guten Platz, ein paar Meter hinter der Absperrung, auf der Höhe der 130m-Markierung und konnten nach dem Start auf der Videoleinwand den Springern dabei zusehen, wie sie den gesamten Hang entlanggesegelt sind und bei einem guten Sprung in 5 mtern Entferung aufgesetzt sind. Trotz des durchgängigen Regens war die Stimmung im Stadion erstklassig, auch, wenn die Schrecksekunde nach Richard Freitags Sturz alles etwas eingedämmt hat. Am Ende des Wettkampfes waren wir (trotz der schicken ORF-Ponchos) ziemlich nass und sind dann nicht noch zur Siegerehrung geblieben. Nachdem wir uns alle getrocknet hatten und aus den Skihosen raus waren, sind wir noch Essen gegangen und danach sind die Jungs schon mit dem Zug zurück nach Kufstein gefahren, da mein Bruder am nächsten Tag arbeiten musste. Also ein Ladiesabend :-)

5. Januar:

Den haben wir zwei genutzt und sind von Innsbruck aus mit dem Skibus zum Axamer Lizum gefahren, einem Skigebiet reklativ weit oben. Es war (oberhalb der Nebelsuppe im Inntal) ein wunderbar sonniger, aber kalter Skitag. Die pisten waren zuerst ziemlich gut, bei höherem Tempo, was durchaus machbar war, hat man allerdings ziemlich viele Schläge von unten mitbekommen. Ein paar Stunden später war es dann wieder total hügelig auf den vielgenutzten Strecken. Die Talabfahrt, meistens im Schatten gelegen und nicht von jedem gefahren, war dann eine einzige Rutschpartie, aber hey, hauptsache Skifahren wink Dann ging's für uns um halb drei mit dem Skibus wieder in die Stadt. Nach kurzer Vorbereitungszeit sind wir dann mit dem Auto, was mein Bruder uns da gelassen hatte, zurück nach Kufstein gefahren. Um 18 Uhr sind wir dann auf das Fest der 1000 Lichter gegangen. Der ganze untere Stadtplatz war mit Kerzen, Lichtinstallationen und Laternen beleuchtet, es gab Essen, Musik und eine kleine Stadtführung mit einem Nachtwächter. Das war wirklich sehr interessant! Und dann war auch mein vorerst letzter Tag in Österreich zu Ende...

Das Inntal!

6. Januar:

Mein Zug ist um 10:37 in Kufstein losgefahren. Mein Bruder hat mich zum Bahnhof gebracht und ist dann auch noch ganz theatralisch neben dem Zug hergelaufen, als dieser losgefahren ist. Schon niedlich! An dieser Stelle liebe Grüße smile Über München und Hannover ging es mit drei verschiedenen Zügen und um halb sieben abends war ich dann zurück in Bielefeld.

Und das war er also, mein Winter- und Silvesterurlaub im Kusteinerland! Tut mir Leid, dass es besonders im zweiten Teil kaum Fotos gibt... Es lohnt sich meiner Meinung nach in jeder Jahreszeit, dort mal hinzufahren und die Gegend zu erkunden. Ich hoffe, ich komme bald wieder :-)

Und jetzt möchte ich euch mit zwei kleinen Infos in den Abend entlassen:

1. Dieses Wochenende haben Sophia und ich genutzt, um unsere Zeit auf dem Jakobsweg sowohl organisatorisch als auch körperlich vorzubereiten. Heute waren wir zum Beispiel auf einer Wanderung knapp 10km durch den Deister, gleich bei uns um die Ecke. Ich werde aber bestimmt noch einmal aus der Vorbereitungsphase breichten, bevor es ernst wird!

2. Ich habe meine Pläne für eine Reise nach Kambodscha im Sommer gefestigt. Anfang der Woche habe ich eine 12-tägige Backpackertour mit einer Organisation gebucht. Bald kommt noch der Flug und dann ist auch dieses Abenteuer eine Schritt näher gekommen.

Einen schönen Abend noch! smile

10Januar
2018

Kufsteinerland - Aktiv im Winterwonderland 1

Hallo zusammen!

Auch ich wünsche euch an dieser Stelle ein frohes neues Jahr! Sei es erfüllt mit Fernweh, Reiseplanungen, spannenden Zielen und einzigartigen Menschen smile

Wie erwähnt, möchte ich jetzt von meiner Zeit um den Jahreswechsel herum erzählen. Der Einfachheit halber habe ich den Bericht geteilt. Hier also Teil 1:

28. Dezember:

7 Uhr morgens, Treff im Dorf mit der kleinen, aber feinen Reisegruppe. Mit von der Partie: mein Bruder und ich sowie 5 seiner Schulfreunde. Und dann ging's mit drei Autos im Konvoi runter in den Süden, kurz hinter die deutsch-österreichische Grenze in das schöne Kufstein. Die Fahrt verlief eigentlich recht ereignislos, allerdings wurde das Wetter spätestens ab München eher schlecht. Schnee(regen), ein bisschen Stau und irgendwann Schneematsch auf der Straße... Als wir dann in der „Perle Tirols“ angekommen waren, hat mein Bruder seine Sachen umgepackt, ich habe seine Freundin vom Bahnhof abgeholt und dann sind wir zu acht zu unserer Unterkunft gefahren: einem Berggasthof oberhalb der kleinen Stadt Erl. Ganz ohne Komplikationen ging es bei dem vielen Neuschnee dann leider doch nicht. Wir (das letzte Auto) mussten aus Versehen einmal kurz anhalten, konnten dann nicht mehr anfahren und mussten uns dann mit den Schneeketten auseinandersetzen. Hilfe hatten wir von einer einheimischen Frau und dann hat auch alles wieder geklappt. Ein turbulenter Start in unsere Zeit, auf die wir dann mit allen zusammen beim gemeinsamen Abendessen angestoßen haben. Und weil wir alle ziemlich fertig waren, sind wir auch relativ frühzeitig ins Bett gegangen.

29. Dezember:

Von wegen Urlaub! Um halb acht hat der Wecker geklingelt und nach einem verschlafenen Frühstück sind wir runter ins Tal gefahren und weiter nach Thiersee. Dort haben wir uns Schneeschuhe geliehen und sind fast drei Stunden durch eine wunderschöne Kulisse gestiefelt: Berge mit ziemlich viel Schnee, winterlich kalt und vor allem mit Sonne satt. Das hat so viel Spaß gemacht! Wenn in Norddeutschland mal mehr Schnee liegen würde... Nach unserer Wanderung stand schon der nächste „Programmpunkt“ an: Rodeln auf der 3km langen Strecke von Oberaudorf. Dafür sind wir in besagten Ort gefahren und dann ging's los! Leider war die Strecke überwiegend stark abgenutzt, sodass man fast nur auf Eis gerodelt ist. Oder zum Bremsen in den Tiefschnee. Da können 3km ganz schön lang werden... Nach der ersten Runde habe ich mich mit drei anderen entschieden, das nicht nochmal zu machen. Immerhin hatte ich schon ein paar blaue Flecken. Der Rest ist tatsächlich noch Runde 2 und 3 gefahren, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Berggasthof gemacht haben. Nach dem Abendessen haben wir noch zusammengesessen, ein paar Spiele gespielt und gequatscht.

30. Dezember:

Auch an diesem Tag war von Ausschlafen keine Spur! Unser Ziel: das kleine Skigebiet Sudelfeld, denn wer im Winter in den Bergen ist, sollte schon Skifahren ;-) Unsere Gruppe hat sich an dem Tag um noch ein Mitglied erweitert. Also ging's zu neunt auf die Piste. Unsere Anfänger waren gut bei unseren gruppeninternen Skilehrern aufgehoben und so kam jeder auf seine Kosten am Hang. Hat das gut getan, endlich wieder auf Skiern zu stehen Es hat den halben Vormittag in wunderbaren dicken Flocken geschneit, aber leider hat sich der Schnee dann in soliden Regen verwandelt. Das hatte zur Folge, dass immer weniger von uns weitergefahren sind, bis wir dann schlussendlich alle klitschnass aufgegeben haben. Nach dem Skitag ging es (natürlich stilecht in Skihosen!) auf dem Weg zurück zum Hof noch in eine Pizzeria, Abendessen fassen. Wieder auf dem Berg haben wir wieder ein bisschen gespielt, immer in der Ausssicht, am nächsten Tag nicht um 9 abfahrbereit sein zu müssen...

31. Dezember:

Der letzte Tag in 2017 begann also erst um zehn mit dem Frühstück. Entspannt haben wir uns dann am frühen Mittag auf den Weg gemacht. Oben auf dem Berg waren wir noch oberhalb der Nebelsuppe, aber weiter unten dann direkt drin... Auf dem Programm stand eine Wanderung ins Kaisertal. Vom Ausgangsparkplatz geht es dazu ein paar viele Naturstufen hoch, bis man irgendwann kaum noch Steigung hat und immer weiter in das Hochtal reinlaufen kann. Und Hochtal bedeutete in diesem Fall auch, wieder oberhalb des Nebels zu laufen! Also Sonnenbrillen raus cool Was für eine Aussicht: weiter ins Tal hinein wird der Blick links und rechts vom zahmen und wilden Kaiser (beides Bergketten) eingerahmt und wenn man sich umdreht, schaut der Pendling auf der anderen Seite von Kufstein aus den weißen Bänken heraus. Mit diesen hübschen Eindrücken sind wir zum Silvesteressen wieder hoch auf den Gasthof gefahren und haben beim Essen ein Krimidinner veranstaltet. Das war wirklich sehr amüsant Nach ein paar (geschwisterdominierten) Runden Activity war es dann auch schon so weit: Mit unserem Prosecco und den Wunderkerzen standen wir auf dem Balkon und haben uns angeschaut, wie unten im Tal der Nebel bunt wurde und es auch von den Berge im Umkreis gefeuert hat. Happy New Year!

1. Januar:

Das neue Jahr hat dann gleich mit einem großen Abschied angefangen. Morgens um 10 sind dann die fünf Freunde aus unserer Ecke wieder in den Norden gefahren. Schade, denn es war wirklich eine superschöne Zeit mit dieser bunt gemixten Truppe... Nach dem wir (mein Bruder, seine Freundin, eine Freundin von ihr und ich) wieder unten in Kufstein und bei ihm in der Wohnung waren, ist dann die Freundin der Freundin wieder zu sich nach Innsbruck gefahren. Dann waren wir zu dritt und es gab ein kollektives zweistündiges Schläfchen und danach wurde Wintersport geschaut. Zum Abendessen gab's dann stilecht zum Chillen einen Döner und es ging früh ins Bett.

So weit für's Erste!

 

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