Kufsteinerland - Aktiv im Winterwonderland 2

14Jan2018

Und nun (endlich!) Teil 2:

2. Januar:

Es war mal wieder ein Skitag geplant, diesmal zu dritt. Es ging also mit dem Auto etwa eine halbe Stunde nach Kössen. Dort haben wir mir Skistiefel geliehen (die Stöcke hatte ich von meinem Bruder, die Ski von seiner Freundin) und ab auf die Piste! Durch das mäßige Wetter und die Tatsache, dass wir morgens nicht sonderlich früh aus dem Bett gekommen sind, waren die Pisten auch nicht so richtig klasse. Besonders auf den allgemein viel frequentierten Pisten waren überall nur Hügel, sodass man da eintweder voll rein ist oder dazwischen öfter mal ordentliches Eis erwischt hat. Gut, dass wir mir nur einen 3-Stunden-Pass organisiert hatten (die anderen beiden hatten eine Karte für mehrere Gebiete)... Um 16 Uhr waren wir dann auch ziemlich k.o. und das Wetter wurde immer schlechter. Also sind wir mit einem Umweg über den Supermarkt wieder zu meinem Bruder in die Wohnung gefahren, haben zusammen gekocht und einen entspannten Abend verbracht.

3. Januar:

An diesem Tag musste mein Burder arbeiten, also sind wir zwei Ladies noch einmal nach Kössen gefahren, um unser Glück mit den Pisten zu versuchen. Allerdings war für diesen Tag ein ziemlicher Sturm angesagt, mit Wintergewittern und allem drum und dran. An der Kasse wurde uns auch schon empfohlen, mit der Gondel hoch zu fahren und dann oben zu bleiben und nicht die Talabfahrt zu nehmen. Man wisse nicht, ob die Gondel zeitnah den Betrieb einstellen müsse. Mit einem besonders wachen Auge für das Wetter sind wir also hoch auf den Berg und wurden oben von strahlendem Sonnenschein und frischen Pisten (wir waren früher dran wink) empfangen. Lediglich der ständige und nicht grade schwache Wind hat gezeigt, dass da was kommen sollte. Also sind wir fast 2 Stunden auf gutem Untergrund Ski gefahren. Über die Berge und den Chiemsee konnte man allerdings schon ausmachen, was da kommen sollte: eine fast schwarze Wolkenfront... Irgendwann hat dann doch ein Nieselregen angefangen, ein paar Lifte oben haben zugemacht und unsere Entscheidung war, uns entspannt, aber bestimmt auf den Weg runter zu machen. Man sah dann auch irgendwann, dass die Gondel zumachte und als wir auf der letzten Piste waren, kam eine Ansage, die wir nur halb verstanden haben und die nicht wiederholt wurde. Aber die Message war klar "... bitte verlassen Sie...". Da wir sowieso schon fast unten waren, war auch alles in Ordnung. Während ich dann die Stiefel weggebracht habe, ist der Regen immer stärker geworden und auf dem Weg nach Kufstein hätten wir beide schwören können, es hätte geblitzt.... Als wir in die Wohnung kamen, war der beste Freund meines Bruders schon (wie angekündigt) da. Also ein bisschen quatschen, essen und froh sein, dass nichts schlimmes an diesem Tag passiert ist. Am Abend sind wir mit der neuen Vierergruppe nach Innsbruck gefahren, wo die Freundin meines Bruders wohnt. Alles in Vorbereitung auf den nächsten Tag! wink

4. Januar:

Wer wintersportbegeistert ist, wird schon fast wissen, was wir an diesem Tag in Innsbruck gemacht haben. Richtig! Es stand das dritte Wettkampfspringen in der Vierschanzentournee (Skispringen) an. Nach einem entspannten und (endlich mal) ausgeschlafenen Morgen, ist unsere Vierergruppe um zwölf Uhr aufgebrochen zum Bergisel. Mein Bruder und ich hatten, extra für diesen Anlass, Heizsohlen für die Schuhe von unserer Mutter zu Weihnachten bekommen. Kleiner Tipp für alle, die bei winterlichen Happenings darüber nachdenken: Legt sie erst nach dem Fußweg zum Ort ein... Unsere Füße sind auf dem Weg zur Straßenbahn wirklich halb in Flammen aufgegangen, im Stadion allerdings ging's ganz gut smile Undwas soll ich sagen: Der Wettkampf war einfach nur tief beeindruckend und faszinierend! Wir hatten einen guten Platz, ein paar Meter hinter der Absperrung, auf der Höhe der 130m-Markierung und konnten nach dem Start auf der Videoleinwand den Springern dabei zusehen, wie sie den gesamten Hang entlanggesegelt sind und bei einem guten Sprung in 5 mtern Entferung aufgesetzt sind. Trotz des durchgängigen Regens war die Stimmung im Stadion erstklassig, auch, wenn die Schrecksekunde nach Richard Freitags Sturz alles etwas eingedämmt hat. Am Ende des Wettkampfes waren wir (trotz der schicken ORF-Ponchos) ziemlich nass und sind dann nicht noch zur Siegerehrung geblieben. Nachdem wir uns alle getrocknet hatten und aus den Skihosen raus waren, sind wir noch Essen gegangen und danach sind die Jungs schon mit dem Zug zurück nach Kufstein gefahren, da mein Bruder am nächsten Tag arbeiten musste. Also ein Ladiesabend :-)

5. Januar:

Den haben wir zwei genutzt und sind von Innsbruck aus mit dem Skibus zum Axamer Lizum gefahren, einem Skigebiet reklativ weit oben. Es war (oberhalb der Nebelsuppe im Inntal) ein wunderbar sonniger, aber kalter Skitag. Die pisten waren zuerst ziemlich gut, bei höherem Tempo, was durchaus machbar war, hat man allerdings ziemlich viele Schläge von unten mitbekommen. Ein paar Stunden später war es dann wieder total hügelig auf den vielgenutzten Strecken. Die Talabfahrt, meistens im Schatten gelegen und nicht von jedem gefahren, war dann eine einzige Rutschpartie, aber hey, hauptsache Skifahren wink Dann ging's für uns um halb drei mit dem Skibus wieder in die Stadt. Nach kurzer Vorbereitungszeit sind wir dann mit dem Auto, was mein Bruder uns da gelassen hatte, zurück nach Kufstein gefahren. Um 18 Uhr sind wir dann auf das Fest der 1000 Lichter gegangen. Der ganze untere Stadtplatz war mit Kerzen, Lichtinstallationen und Laternen beleuchtet, es gab Essen, Musik und eine kleine Stadtführung mit einem Nachtwächter. Das war wirklich sehr interessant! Und dann war auch mein vorerst letzter Tag in Österreich zu Ende...

Das Inntal!

6. Januar:

Mein Zug ist um 10:37 in Kufstein losgefahren. Mein Bruder hat mich zum Bahnhof gebracht und ist dann auch noch ganz theatralisch neben dem Zug hergelaufen, als dieser losgefahren ist. Schon niedlich! An dieser Stelle liebe Grüße smile Über München und Hannover ging es mit drei verschiedenen Zügen und um halb sieben abends war ich dann zurück in Bielefeld.

Und das war er also, mein Winter- und Silvesterurlaub im Kusteinerland! Tut mir Leid, dass es besonders im zweiten Teil kaum Fotos gibt... Es lohnt sich meiner Meinung nach in jeder Jahreszeit, dort mal hinzufahren und die Gegend zu erkunden. Ich hoffe, ich komme bald wieder :-)

Und jetzt möchte ich euch mit zwei kleinen Infos in den Abend entlassen:

1. Dieses Wochenende haben Sophia und ich genutzt, um unsere Zeit auf dem Jakobsweg sowohl organisatorisch als auch körperlich vorzubereiten. Heute waren wir zum Beispiel auf einer Wanderung knapp 10km durch den Deister, gleich bei uns um die Ecke. Ich werde aber bestimmt noch einmal aus der Vorbereitungsphase breichten, bevor es ernst wird!

2. Ich habe meine Pläne für eine Reise nach Kambodscha im Sommer gefestigt. Anfang der Woche habe ich eine 12-tägige Backpackertour mit einer Organisation gebucht. Bald kommt noch der Flug und dann ist auch dieses Abenteuer eine Schritt näher gekommen.

Einen schönen Abend noch! smile

Kufsteinerland - Aktiv im Winterwonderland 1

10Jan2018

Hallo zusammen!

Auch ich wünsche euch an dieser Stelle ein frohes neues Jahr! Sei es erfüllt mit Fernweh, Reiseplanungen, spannenden Zielen und einzigartigen Menschen smile

Wie erwähnt, möchte ich jetzt von meiner Zeit um den Jahreswechsel herum erzählen. Der Einfachheit halber habe ich den Bericht geteilt. Hier also Teil 1:

28. Dezember:

7 Uhr morgens, Treff im Dorf mit der kleinen, aber feinen Reisegruppe. Mit von der Partie: mein Bruder und ich sowie 5 seiner Schulfreunde. Und dann ging's mit drei Autos im Konvoi runter in den Süden, kurz hinter die deutsch-österreichische Grenze in das schöne Kufstein. Die Fahrt verlief eigentlich recht ereignislos, allerdings wurde das Wetter spätestens ab München eher schlecht. Schnee(regen), ein bisschen Stau und irgendwann Schneematsch auf der Straße... Als wir dann in der „Perle Tirols“ angekommen waren, hat mein Bruder seine Sachen umgepackt, ich habe seine Freundin vom Bahnhof abgeholt und dann sind wir zu acht zu unserer Unterkunft gefahren: einem Berggasthof oberhalb der kleinen Stadt Erl. Ganz ohne Komplikationen ging es bei dem vielen Neuschnee dann leider doch nicht. Wir (das letzte Auto) mussten aus Versehen einmal kurz anhalten, konnten dann nicht mehr anfahren und mussten uns dann mit den Schneeketten auseinandersetzen. Hilfe hatten wir von einer einheimischen Frau und dann hat auch alles wieder geklappt. Ein turbulenter Start in unsere Zeit, auf die wir dann mit allen zusammen beim gemeinsamen Abendessen angestoßen haben. Und weil wir alle ziemlich fertig waren, sind wir auch relativ frühzeitig ins Bett gegangen.

29. Dezember:

Von wegen Urlaub! Um halb acht hat der Wecker geklingelt und nach einem verschlafenen Frühstück sind wir runter ins Tal gefahren und weiter nach Thiersee. Dort haben wir uns Schneeschuhe geliehen und sind fast drei Stunden durch eine wunderschöne Kulisse gestiefelt: Berge mit ziemlich viel Schnee, winterlich kalt und vor allem mit Sonne satt. Das hat so viel Spaß gemacht! Wenn in Norddeutschland mal mehr Schnee liegen würde... Nach unserer Wanderung stand schon der nächste „Programmpunkt“ an: Rodeln auf der 3km langen Strecke von Oberaudorf. Dafür sind wir in besagten Ort gefahren und dann ging's los! Leider war die Strecke überwiegend stark abgenutzt, sodass man fast nur auf Eis gerodelt ist. Oder zum Bremsen in den Tiefschnee. Da können 3km ganz schön lang werden... Nach der ersten Runde habe ich mich mit drei anderen entschieden, das nicht nochmal zu machen. Immerhin hatte ich schon ein paar blaue Flecken. Der Rest ist tatsächlich noch Runde 2 und 3 gefahren, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Berggasthof gemacht haben. Nach dem Abendessen haben wir noch zusammengesessen, ein paar Spiele gespielt und gequatscht.

30. Dezember:

Auch an diesem Tag war von Ausschlafen keine Spur! Unser Ziel: das kleine Skigebiet Sudelfeld, denn wer im Winter in den Bergen ist, sollte schon Skifahren ;-) Unsere Gruppe hat sich an dem Tag um noch ein Mitglied erweitert. Also ging's zu neunt auf die Piste. Unsere Anfänger waren gut bei unseren gruppeninternen Skilehrern aufgehoben und so kam jeder auf seine Kosten am Hang. Hat das gut getan, endlich wieder auf Skiern zu stehen Es hat den halben Vormittag in wunderbaren dicken Flocken geschneit, aber leider hat sich der Schnee dann in soliden Regen verwandelt. Das hatte zur Folge, dass immer weniger von uns weitergefahren sind, bis wir dann schlussendlich alle klitschnass aufgegeben haben. Nach dem Skitag ging es (natürlich stilecht in Skihosen!) auf dem Weg zurück zum Hof noch in eine Pizzeria, Abendessen fassen. Wieder auf dem Berg haben wir wieder ein bisschen gespielt, immer in der Ausssicht, am nächsten Tag nicht um 9 abfahrbereit sein zu müssen...

31. Dezember:

Der letzte Tag in 2017 begann also erst um zehn mit dem Frühstück. Entspannt haben wir uns dann am frühen Mittag auf den Weg gemacht. Oben auf dem Berg waren wir noch oberhalb der Nebelsuppe, aber weiter unten dann direkt drin... Auf dem Programm stand eine Wanderung ins Kaisertal. Vom Ausgangsparkplatz geht es dazu ein paar viele Naturstufen hoch, bis man irgendwann kaum noch Steigung hat und immer weiter in das Hochtal reinlaufen kann. Und Hochtal bedeutete in diesem Fall auch, wieder oberhalb des Nebels zu laufen! Also Sonnenbrillen raus cool Was für eine Aussicht: weiter ins Tal hinein wird der Blick links und rechts vom zahmen und wilden Kaiser (beides Bergketten) eingerahmt und wenn man sich umdreht, schaut der Pendling auf der anderen Seite von Kufstein aus den weißen Bänken heraus. Mit diesen hübschen Eindrücken sind wir zum Silvesteressen wieder hoch auf den Gasthof gefahren und haben beim Essen ein Krimidinner veranstaltet. Das war wirklich sehr amüsant Nach ein paar (geschwisterdominierten) Runden Activity war es dann auch schon so weit: Mit unserem Prosecco und den Wunderkerzen standen wir auf dem Balkon und haben uns angeschaut, wie unten im Tal der Nebel bunt wurde und es auch von den Berge im Umkreis gefeuert hat. Happy New Year!

1. Januar:

Das neue Jahr hat dann gleich mit einem großen Abschied angefangen. Morgens um 10 sind dann die fünf Freunde aus unserer Ecke wieder in den Norden gefahren. Schade, denn es war wirklich eine superschöne Zeit mit dieser bunt gemixten Truppe... Nach dem wir (mein Bruder, seine Freundin, eine Freundin von ihr und ich) wieder unten in Kufstein und bei ihm in der Wohnung waren, ist dann die Freundin der Freundin wieder zu sich nach Innsbruck gefahren. Dann waren wir zu dritt und es gab ein kollektives zweistündiges Schläfchen und danach wurde Wintersport geschaut. Zum Abendessen gab's dann stilecht zum Chillen einen Döner und es ging früh ins Bett.

So weit für's Erste!

 

Rückblickend und Vorausschauend!

27Dez2017

Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und ein paar ruhige Tgae, egal, wo in der Welt ihr euch grade befindet :-)

Da 2017 so langsam zu Ende gebracht wird, ist es mal wieder Zeit, mich in die Tradition des Jahresrückblickes einzuklinken und das vergangene Reisejahr kurz Revue passieren zu lassen!

Januar: Skifahren in der Wildschönau (Österreich), kurze Auszeit zwischen den Semester, erstklassiges Schneewetter cool

April: Städtewoche in Lissabon (Portugal), Wiedersehen mit unserem ehemaligen Austauschschüler, Sonne, Kultur und schöne Architektur, Familienzeit!!!

Juli: Rundreise durch Schottland mit Stops in Glasgow, Edinburgh, Dundee und Aberdeen, alleine reisen, Zeit für mich, viel Geschichte aufgesogen und mich total in das Land verliebt!

August: Gruppenurlaub auf einem Hof in der Nähe von Schwarzach (Österreich), zusammen sporteln, kochen, singen und philiosophieren tut gut, neue Bekannt- und Freundschaften knüpfen, good vibes wink

Oktober: Chorfestivalwochenende in Waregem (Belgien), erster Auftritt mit dem neuen Chor, kultureller Austausch mit Belgiern und Amerikanern, Friedensbotschaften singend weitergeben innocent

Das war es auch schon für 2017!

Und was soll in 2018 kommen?

Silvester und Anfang Januar: Bruder besuchen, Skifahren, Skispringen in Innsbruck gucken

März/April: Jakobsweg von Porto nach Santiago de Compostela

ab Mai: 3 Monate Praktikum in Flensburg, eventuell Ausflüge nach Dänemark?

August: Kambodscha-Rundreise

Herbstferien: ??? (Empfehlungen nehme ich gerne entgegen wink)

 

Und jetzt wünsche ich euch einen schönen, sicheren und fröhlichen Jahresübergang smile

International WG

25Nov2017

Hallo zusammen!

Ich möchte euch heute ein bisschen von meiner WG erzählen. Das hat primär leider wenig mit Reisen zu tun (keine Sorge, 2018 ist wieder so einiges in Planung!wink), dafür aber definitiv was mit verschiedenen Kulturen.

Anfang September bin ich umgezogen. Aus meiner ersten eigenen Wohnung ein bisschen ab vom Schuss in die WG in den Kurort, wo ich meine Ausbildung mache. Mein Mitbewohner: ein 23-jähriger, geflüchteter Simbabwer. 

Das klingt nach einem Experiment und das ist es auch! Am Anfang hab ich so einige besorgte, verständnislose Blicke geernetet, als sich die Idee des Zusammenwohnens Anfang Juli so langsam formte. Aber mittlerweile haben wir uns nach ein paar anfänglichen Umständlichkeiten sehr gut eingependelt und ich glaube auch, dass wir im Allgemeinen viel voneinander lernen können.

Zum Beispiel hab ich, jetzt, wo das Ganze brandaktuell ist, aus erster Hand einen Einblick in den Regierungswechsel in Simbabwe mitbekommen. Mein Englisch bleibt weiterhin in reger Benutzung, auch das sehe ich als Chance!

Andersherum sehe ich den Prozess des Deutschlernens bei ihm und werde das ein oder andere Mal zur Rate gezogen, wenn es um Aussprache oder Grammatik geht.

Und das sind nur die offensichtlichen Dinge! Es ist einfach spannend, mit einem Menschen aus einem anderen Teil der Erde zusammen zu wohnen. Man sieht seine eigene Kultur mit anderen Augen, manchmal auch sich selbst und hinterfragt Dinge, die voher eigentlich ziemlich klar waren.

Mein Mitbewohner ist ein begnadeter Sänger und fängt nun so langsam an, in und mit einer Band Fuß zu fassen. Aus dem Grund teile ich hier jetzt auch ein Video der versammelten Mannschaft. Sie würden sich über euren Support sehr freuen!smile

https://www.youtube.com/watch?v=2lada5D3CMI

Auf eine weiterhin gute Zeit in der internationalen WG!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Singen für Frieden - Chorfestival in Belgien

10Okt2017

Hallo zusammen!

Seit Montagmorgen halb fünf bin ich wieder in der Heimat. Das Wochenende habe ich, wie im letzten Beitrag erwähnt, in Belgien verbracht.

Anlass dieses Chorfestivals war das Gedenken an den 1. Weltkrieg. Der Fokus lag auf dem kulturellen Austausch und der Botschaft, dass Musik verbindet und man trotz (oder vielleicht grade aufgrund?) der furchtbaren Geschichte zusammen arbeiten und für den Frieden musizieren kann.

Organisiert hat es der Chor "Con Cuore" aus Waregem und damit haben sie sich wirklich wahnsinnig viel Mühe gegeben! Eingeladen war nicht nur unser Chor "Consono" mit "Hauptsitz" in Köln. Mit dabei war noch ein Frauenchor aus Gent (Belgien), zwei Männerchöre aus Pittsburgh (USA) und ein Orchester aus den Niederlanden.

Freitag ging's damit los, dass wir in Tielt angekommen sind (alle mit Privattransport) und dann um 17 Uhr die Generalprobe mit Con Cuore angesetzt war. Die beiden Chöre hatten an diesem Tag ein Doppelkonzert, als Auftakt sozusagen. Während die Belgier erst ihre eigenen Stücke angesungen haben, wurde sich bei uns schon in Konzertkleidung geschmissen. Nachdem wir zusammen unsere beiden gemeinsamen Stücke geprobt hatten, gab's dann für Consono die eigene Probe.

Zwischen Probe und Konzert hatten die Belgier tatsächlich noch belegte Brote organisiert, was uns nach der langen Autofahrt echt gut getan hat wink

Das Konzert startete mit dem Block von Con Cuore und vor der Pause haben wir unser erstes gemeinsames Lied gesungen. Dann kam eine kurze Pause und wir haben unseren Block gesungen. Das war aufregend, kann ich euch sagen! Mein erstes Konzert mit denen mit ein paar Features, dich vorher in meinem Chorleben noch nicht gemacht hatte: Aufstellungswechsel im Konzert (zum Beispiel einmal im Kreis um das Publikum), ein Stück ohne Text nur auf mmm und Vokale... aber lief doch ganz passabel dafür, dass wir alle etwas fertig waren :-) Und am Ende gab es noch ein zweites gemeinsames Lied von beiden Chören. Unser Repertoire hat mir sehr gut gefallen, besonders, weil es zu dem Thema Krieg und Frieden sehr schön gepasst hat!

Danach wurde bei uns im Hotel "socialised" cool Eben Austauschen mit den belgischen Mitsängern, nette Gespräche haben, ein bisschen was trinken und nebenbei noch reinfeiern in den Geburtstag einer Mitsängerin!

Samstagvormittag hatten wir dann eine Probe mit allen Chören zusammen in Waregem für das Abschlusskonzert am Sonntag. Was für ein Feeling, solche intensiven Texte und markanten Melodien mit ca. 150 Personen zu singen!

Nach der 3-stündigen Probe gab es für alle Mittagessen, sodass wir auch die erste Gelegenheit hatten, mit dem Frauenchor und den Amerikanern zu quatschen. Für Consono ging's danach zurück zu unserem Ausgangsort Tielt, wo eine Stadtführung für uns organisiert war. Trotz des pünktlich einsetzenden Regen war das sehr gut gemacht und wie immer in diesen Tagen mit viel Hirnschmalz geplant!

Um 17 Uhr oder so hatten wir endlich die Gelegenheit, uns etwas hinzulegen und uns auszuruhen, bevor wir uns dann um 19 Uhr das gemeinsame Konzert der Amerikaner und des Frauenchores in Gent angehört haben.

Sonntagmorgen mussten wir dann auch schon aus dem Hotel auschecken und haben uns auf den Weg nach Waregem gemacht. Dort war ein Besuch des Flanders Field Cemetry geplant.

Dieser Friedhof ist rein amerikanisch und erinnert ausschließlich an die Gefallenen des 1. Welkrieges in dieser Region. Der das ganze Wochenende für uns verantwortliche Organisator von Con Cuore hat sein Debut als Guide gegeben und uns dort herumgeführt. Das war alles auf einmal: beeindruckend, beängstigend, spannend, erschütternd, emotional...

Danach haben wir uns kurz Waregem angeguckt und dann gab es gemeinsam entspanntes Mittagessen mit dem ganzen Chor. Um 15 Uhr begann dann die Generalprobe mit allen Chören und dem Orchester in unserer Konzertlocation in Waregem. Man musste sich da schon etwas zusammenreißen um nicht zu viel stimmlichen Stoff zu geben, einfach weil es so viel Spaß gemacht hat, mit allen zu singen!

Nach einer Pause zum umziehen und Kräfte sammeln haben wir das Schlusskonzert gesungen und was soll ich sagen? Es war der Wahnsinn! Auf dem Programm standen 5 Spirituals von M. Tippett, eine Uraufführung der "Three War Songs" von J. Vuye (Dirigent des Konzerts und Con Cuore) und das gesamte "Dona nobis pacem" (-> gib uns Frieden) von R. Vaughan Williams, was besonders im zweiten Teil extrem kriegerisch klingt und abgeht!

Das ganze Geschehen wurde sogar für die Anhänger der Pittsburgher Chöre aufgenommen und gestreamt. Wer sich das mal anhören möchte, findet es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=w_jmw-BlAmM&feature=youtu.be&app=desktop

Nach dem Konzert war ein Pasta-Wagen für's Abendessen organisiert worden. Da musste ich dann zwar derartig lange anstehen, aber das gab noch einmal die Gelegenheit mit den anderen ins Gespräch zu kommen. Und so kam es, dass ich mich auch während und nach dem Essen noch länger mit ein paar Amerikanern gequatscht habe.

Nach gefühlt stundenlagem Suchen meiner beiden Mitfahrer und noch dreimal Sich-verquatschen, sind wir dann um 23 Uhr auch endlich losgekommen. Nach fünfeinhalb Stunden und dem Absetzen meiner Passagiere in Dortmund und Münster war ich dann wie erwähnt am Montagmorgen auch endlich zuhause!

Was für ein Wochenende! Es hat sehr viel Spaß gemacht und war ein unglaublich schönes und berührendes Ereignis, noch dazu mein erstes Konzert mit Consono. Danke auf diesem Weg nochmal an alle, die das ermöglicht haben, auch wenn sie diesen Blog wahrscheinlich nicht lesen.Liebe Leute, wenn ihr die Chance habt, an solchen Aktionen und Events teilzunehmen, tut das! :-)

Plakat vom Abschlusskonzert Großer Chor, großes Publikum!

 

168 Tage - Vorplanen muss sein!

03Okt2017

Hallo alle zusammen!

Im Moment habe ich mal wieder 2 Wochen Herbstferien. Leider konnte ich nicht wirklich eine Reise planen, aber kommendes Wochenende geht's mit meinem neuen Chor auf ein Festival in Waregem, Belgien! Ich freue mich schon total drauf, weil es meine ersten Konzerte mit diesem Chor sein werden smile Ein Kurzbericht folgt bestimmt!

 

Ansonsten stecken ich, zusammen mit einer Freundin von mir mitten in den Planungen für ein gemeinsames Abenteuer: Im März nächsten Jahres wollen wir zusammen den Jakobsweg von Porto nach Santiago de Compostela gehen. Letzte Woche Donnerstag haben wir schon die Flüge gebucht und von jetzt an gibt es kein Zurück!

Wir tüfteln schon, wie man das Gepcäk am besten verteilt, wie wenig man wirklich braucht, was man alles braucht (aber teilweise noch nicht hat), wie man die Sache mit dem Geld plant... Ihr seht, auch wenn ich eigentlich meine Aufmerksamkeit auf wichtigere Dinge lenken sollte (auf die nächste Klausurphase zum Beispiel...!!!), kann ich mich dem Reisefieber wie immer nicht entziehen. wink

Wenn jemand, der das hier liest, noch Anmerkungen, gut gemeinte oder auch besserwisserische Ratschläge hat, was wir tun oder lassen sollten, meldet euch gerne bei mir!

Bis dahin!

Super Gruppe - super Urlaub

25Aug2017

Ihr Lieben,

auf vereinzelte Wünsche hin liefere ich einen kleinen Nachtrag zu den 2 Wochen, die ich mit einer erstklassigen Freundes-/Mitsänger-/Bekanntentruppe im österreichischen Goldegg verbringen durfte.

Los ging's an einem Samstagmorgen um 4 Uhr und ich muss wirklich sagen: ich hab noch nie so pünktlich im Auto gesessen. "Drohung" war, dass für jede MInute, die nach 4 losgefahren wird, die beiden Mitfahrer dem Fahrer ein Bier ausgeben müssen. Das hat gepushtwink

Nachdem wir ziemlich gut durchgekommen waren, sind wir um 14:30 am Haus angekommen. Und das war wirklich ein Traum von einem Österreich-Berg-Urlaubs-Haus!

Und so begannen tolle 2 Wochen und (weil ich Listen so mag) hier eine Liste der Dinge, mit denen wir uns die Zeit vertrieben haben:

- (natürlich) Wandern! In großen Gruppen, zu zweit, alleine, in kleinen Gruppen...

- Schwimmen im nicht weit entfernten Badesee

- Gesellschaftspiele spielen: Von Doppelkopf über Hanabi bis hin zu Ligretto

- Einen Trinkliederabend

- Singerunden. Ein von uns zusammengesammeltes Liederbuch war meist mit dabei

- Dreigesänge singen, auf dem Berg! Ganz typisch Österreich

- Sporteln! Basektball, Tamburello, Fußball, Joggen... alles dabei!

- Kochen, backen, sinnlos Dinge fritieren. Denn man muss sich ja auch von etwas ernähren!

- Lesen! Ständig lagen irgendwo Bücher herum, von Thriller bis Biografie

- Quatschen und richtig gut reden

Alles in allem war es also ein klasse Urlaub, der einen richtig hat ausspannen lassen. Ich vermisse die Gruppe sehr!

Aber bald sieht die Hälfte von uns sich beim Chor, also eine Mini-Reunion!

Und morgen werde ich umziehen, was ja auch eine kleine Reise ist, auch wenn's praktisch nur eine Kleinstadt weiter geht...

Tourstop 4 - Aberdeen

20Juli2017

So, hier kommt nun der Bericht über den letzten Abschnitt meiner Reise:

Am Samstagmittag kam dann mein Bus in Aberdeen (hier wird, im Gegensatz zur allgemeinen Vermutung, die dritte und nicht die erste Silbe betont) an. Und es hat geregnet wie nichts Gutes. Trotzdem bin ich die 45 Minuten (mit Wegsuche) zum Hostel gelaufen. Dort angekommen, hab ich ein bisschen Reisetagebuch geschrieben, noch 2 Postkarten vorbereitet und gewartet, dass es wieder aufhört zu gießen.

Das hatte es dann auch irgendwie und ich bin wieder los in die Stadt, um mich ein bisschen umzusehen und mir in der Touristeninformation ein paar Infos zu Tagesausflügen in die Highlands oder nach Inverness zu organisieren. Ergebnis der halben Stunde, die ich dann dort verbracht habe, war eine organisierte Loch Ness Day Tour am nächsten Tag und ein bisschen Brainstorming für meinen letzten ganzen Tag, den Aberdeen an sich ist architektonisch wirklich sehr schön (der Granit fängt bei Sonne an zu glitzern), aber so richtig was zu tun oder zu sehen, fiel mir nicht ein. Der Tag endete mit einer Lasagne, die ich mir mal gegönnt habe und später im Hostel mit Gesprächen mit meiner neuen Mitbewohnerin, die ebenfalls Kristina hieß (an dieser Stelle liebe Grüße nach Budapest!!!).

Sonntagmorgen, viertel vor neun. Treffpunkt der 8-köpfigen Kleingruppe und des Guides für die Tagestour. Und los ging's im Sprinter Richtung Inverness/Loch Ness mit Stop bei Johnstons in Elgin. Die produzieren alle Arten von Wolle und Kaschmir und verkaufen den dort oben dann auch. Im Sale kamen für mich 2 Schals (einmal Lammwolle, einmal Miisch) für nur 24 Pfund. Und ersterer sollte mir auf meinem Rückflug noch gute Dienste erweisen ;-)

Nachdem wir dann Inverness, die Hauptstadt der Highlands, passiert hatten, kam das Loch Ness (im schottischen Lock Ness ausgesprochen) in Sicht. Man kann das Ende dieses Sees nicht sehen, wenn man am einen Ende steht. Liegt zum einen daran, dass das Loch Ness an die 36km lang ist und zum anderen daran, dass etwa auf der Hälfte ein Stück des Ufers in das Wasser reinragt. Darauf steht Urquhart Castle. Nach einer kleinen Pause in dem kleinen Städtchen Drumnadrochit (hier bitte das rollende schottische R einfügen) sind wir dann auch zur Burgruine gefahren und haben diese besichtigt. Und schon hatte Loch Ness dieses mystisch-magisch-faszinierende, was man ihm immer zuschreibt und was ich ehrlich gesagt beim ersten Aussteigen am Beginn des Sees vermisst hatte (da sah es einfach aus wie ein ganz normaler See....). Ich soll euch übrigens von Nessie schöne Grüße ausrichten wink

Danach ging's wieder in den Bus und zurück Richtung Inverness. etwa 2-3 km südöstlich liegt das Battlefield of Culloden, wo die Jakobiten-Armee, welche wieder einen Stewart auf dem britischen Thron sehen wollte, in ihrem entscheidenden Aufstadn von den Engländern vernichtet wurde. Da ich mich, auch aufgrund der Serie Outlander, mit diesem wichtigen Teil der schottischen Geschichte befasst habe, war das ein Moment, in dem man die Historie dieses Ortes fast spüren kann. Danach haben wir einen Stop bei Clava Cairns gemacht. Das sind Steinkreise und -bauten, deren Steine nicht aus der Region kommen und nach irgendeinem lunaren Kalender und den Magnetlinien, die durch Schottland führen, ausgerichtet sind. Alles sehr seltsam und faszinierend, weil man über die Entstehung fast nichts weiß.

Und dann ging es über die Highland Tourist Route mitten durch die wunderschönen Highlands zurück nach Aberdeen. Ich hätte noch Stunden durch diese raue Landschaft fahren können... Ich kann das nur empfehlen!

Am nächsten Tag hab ich mir viel Zeit gelassen und bin um kurz nach 12 mit dem Zug nach Stonehaven gefahren, einer kleinen Küstenstadt, südlich von Aberdeen. Das Wetter war 1A cool Und das war auch gut so, denn ich wollte zu Fuß zu Dunnottar Castle laufen, was ungefähr 45 Minuten Fußmarsch von Stonehaven entfernt liegt. Ebenfalls eine Burgruine an den Klippen, aber etwas besser erhalten als Urquhart Castle.

Nach einer ausgiebigen Besichtigungstour durch die Burg bin ich wieder zurück gelaufen, habe etwas gegessen, bin am Hafen von Stonehaven flaniert und dann irgendwann wieder in den ZUg zurück nach Aberdeen gestiegen. Nach einem letzten Abendessen (leider nicht typisch schottisch) war dann auch mein letzter ganzer Tag der Reise vorbei.

Der Rest des Rückreisetags am Montag war dann lang mit 3 Stunden Aufenthalt in Birmingham, aber es hat alles geklappt und ich wurde pünktlich von meinem Bruder in Düsseldorf am Flughafen abgeholt.

Alles in allem war Schottland eine unglaubliche Erfahrung, ich habe mich wirklich ein bisschen in das Land verliebt und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dort war smile

Hier noch die letzten Fotos:

Urquhart Castle Auf der Suche nach Nessie! Noch ein bisschen Aussicht gefällig? Dunnottar Castle Stonehaven von oben

Tourstop 3 - Dundee

19Juli2017

Hier ein kurzer Eintrag über einen kurzen Tourstop.

Ursprünglich hatte ich in Dundee (genau wie in allen anderen Städten) 2 Nächte, also einen ganzen Tag plus An- und Abreisetag eingeplant. Als ich aber dort ankam, war mir ziemlich direkt klar, dass ich besser am nächsten Tag direkt nach Aberdeen fahren sollte.

Nicht, dass Dundee extrem hässlich war oder so. Eigentlich ist es eine hübsche Stadt, die am Firth of Tay liegt und deswegen ein bisschen Meerescharme hat. Aber es hat mich nichts wirklich gereizt, dort zu bleiben. Das Hostel war nicht allzu überragend und das Personal nicht sonderlich hilfsbereit. Zumal die Rezeption um 13 Uhr geschlossen hatte und ich deshalb auch keine Infos oder ähnliches einholen konnte...

Also habe ich in Aberdeen angerufen und mich für einen Tag eher angemeldet. Die Nacht in Dundee habe ich dann für mich genutzt, bin ein bisschen rumgelaufen und hatte das 6er-Zimmer nur für mich, weshalb man die Nacht schon fast als entspannend bezeichnen könnte wink

Am nächsten Morgen habe ich dann ausgecheckt und bin im Nieselregen zum Busbahnhof gelaufen, um in den Bus nach Aberdeen zu steigen.

Wie sich später herausstellen sollte, war es wunderbar einen Tag mehr in Aberdeen zu haben. Dazu später noch einen Artikel zu Tourstop 4. Und ein paar Miniimpressionen habe ich auch noch für euch:

Tourstop 2 - Edinburgh

18Juli2017

Ihr Lieben! Leider hatte ich den Rest meiner Reise entweder keine Zeit oder kein Internet, um kleine Berichte von meinen weiteren Stops zu verfassen. Das passiert also jetzt im Nachtrag, also wundert euch nicht, wenn so viel auf einmal kommt ;-)

Also: Am Mittwochvormittag bin ich in Glasgow an der Buchanan Bus Station in den Bus gestiegen und der hat mich dann nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt in Edinburgh wieder ausgespuckt. Ich bin den Weg zum Castle Rock Hostel dann gelaufen und war dann nach den ersten Minuten ziemlich fasziniert von der schönheit dieser Stadt!

Als ich dann im Hostel angekommen war, hieß es, ich könne erst um halb drei ins Zimmer. Kein Problem! Den Gefährten im Luggage Room gelassen und einfach mal losgezogen. Quer durch die Altstadt, runter in die National Gallery, durch die Princess Gardens und wieder hoch in die Fußgängerzone, die Royal Mile. Nach kurzem einrichten in meinem Zimmer bin ich nochmal raus gegangen. Diesmal hat es mich zu den kleinen schnuckeligen Läden des Grassmarket gezogen. Ein bisschen stöbern und gucken und dann hab ich eine Schleife unter der Burg her zurück zum Hostel eingelegt. Abendessen kochen und zack, war es auch schon so weit: Mit einer kleinen Gruppe aus dem Hostel ging's schottisch tanzen in einen Pub. Sehr amüsant, selbst wenn ich nur einen Tanz mitgemacht habe!

Der Donnerstag begann entspannt und um 10 oder halb 11 bin ich dann hoch zur Edinburgh Castle gelaufen. Wirklich eindrucksvoll, wie man erst durch die Arena des Royal Military Tattoo (Militärparade) durchgeht und dann plötzlich auf dieser riesigen Burg steht. Die wiederum steht auf einem ziemlich hohen Berg aus Vulkangestein. Da ist ein erstklassiger Blick über die Stadt vorprogrammiert! cool Nach der Burg ging's zum nächsten super Aussichtspunkt: Calton Hill auf der anderen Seite des Stadtkerns. Dort oben konnte man eben falls gut sehen und das National Memorial begutachten.

Um 15 Uhr oder so war ich dann wieder im Hostel und habe im Zimmer meine neuen Mitbewohner getroffen: Zwei ebenfalls alleinreisende Amerikaner, Grace und David. Wir haben uns sehr gut verstanden und sind dann um 4 losgelaufen, um was zu Essen aufzutreiben. Voraussetzung: typisch schottisch wollten die beiden Haggis probieren (soweit ich das weiß, ist das Schafsmagen). Die Empfehlung der Rezeption war auch sehr gut! Ich hatte zwar nur Fish & Chips, aber das ist mir auch schon britisch genug wink Vorher haben wir noch originalen Whiskey probiert. Ich muss sagen, der war wirklich sehr gut. 

Nach dem Essen haben wir uns etwas ausgeruht und fertig gemacht für unsere abendliche Mission: den vom Hostel angebotenen Pubcrawl. Erst wollte ich nicht, wurde dann aber doch von meinen MitBeWos davon überzeugt. Also führte der Weg durch 5 Pubs und einen Nachtclub, wobei ich nach Pub 4 ausgestiegen bin. Auch sehr lustig, selbst wenn ich nicht allzu viel getrunken habe.

Als wir an diesem Abend aus dem Hostel raus sind, gab's für mich den ersten richtigen schottischen Regen. Und wir waren uns alle einig: Edinburgh wird nur noch schöner, wenn es regnet. Ein bisschen magisch :-)

Am nächsten Morgen haben David, Grace und ich zusammen gefrühstückt, bevor uns unsere Wege dann getrennt haben. Für mich ging's auf zum nächsten Stop: Dundee, eine Küstenstadt nördlich von Edinburgh. Dazu mehr im nächsten Artikel.

Hier ein paar Fotos aus Edinburgh: Das National Memorial Edinburgh Castle Grassmarket Überreste des Pubcrawl ;-) Aussicht von Calton Hill auf die Stadt

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